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Findet Nemo: Flucht in den Ozean im Test

Für den Nintendo 3DS erhalten wir hier eine von Disney und Pixar entwickelte Minispiel-Sammlung. Diese bietet uns über die im Hauptmenü anwählbare Weltkarte, die schuppigen Freunde im Aquarium der Zahnarztpraxis dabei zu unterstützen, den Weg in die ersehnte Freiheit (nicht durch die Toilette) zu finden. Leider gestalten sich die jeweils ersten Aufgaben der Schuppenträger nicht sonderlich verschieden. Die Flucht sieht vielmehr so aus, dass wir uns in der Rolle des entsprechenden Meerestieres wahlweise mit dem Analog Pad oder dem Stylus – an dieser Stelle empfehle ich, das Analog Pad zwecks höherer Kontrolle zu nutzen –  über eine Hindernisbahn rollen und nach Bedarf einen Sprung wagen. Während sämtlicher Minispiele sammeln wir Muscheln ein, um diese im Interaktiven RIff gegen Spiel- bzw. Filmcharaktere, Gegenstände wie Algen, Korallen o. ä. sowie Hintergründe einzutauschen.

Glücklicherweise bekommen wir außerhalb der „Fluchtlevel“, in denen teilweise deutliche Ruckler im Bereich der Straße zu spüren waren, noch andere Möglichkeiten, unsere Muschelsammlung wachsen lassen zu können. Mit Blubbel können wir unter anderem im OAS-Slalom mit Schildkröten um die Wette schwimmen, Krabbe Jacques wiederum helfen wir bei der recht hastig geratenen Flucht durch ein Minenfeld, mithilfe des Stylus werden herabfallende Steine sowie die im Meeresgrund verankerten Minen gelöst. Sollte man die Übersicht verlieren, kann Nemo aushelfen und das Feld bis zu dreimal komplett räumen.

Auch Marlin und Dorie bekommen hier ihre Minispiele geboten. Mit Marlin bugsieren wir z.B. einen wahren Perlenregen in eine im oberen Bildschirm befindliche Auster; Dorie vergnügt sich währenddessen in Nemos Malschule,  wo wir Umrisse der Protagonisten umranden und gelegentlich durch ein beherztes Pusten ins Mikrofon zerstörungswillige Krabben von unserem Bild abhalten.  Lee und Dorie suchen sich ihren Weg durch den Graben. Als Hindernisse werden uns hier Quallen und Anemonen in den Weg gelegt, diese gilt es per Stylus zu betäuben. Auch sollte man darauf achten, nicht zu weit zurückzufallen; das Level gilt dann zwar unlogischerweise als Geschafft, nur bringt dies eben nur wenige Punkte ein. Nun aber genug der Minispielen, anzusprechende Punkte sind auch noch Grafik und Ton.

Die Grafik zeigt sich hier, wie wir es bereits im Film selbst sehen konnten. Die in 2D gehaltenen Hintergründe sowie Charaktere als auch jegliche Spielelemente sind zauberhaft animiert und relativ hoch aufgelöst, wie weit man es für den Nintendo 3DS erwarten kann. Leider aber kommt der 3D-Effekt so gut wie kaum zur Geltung, da sich das Augenmerk zumindest außerhalb des interaktiven Riffs so gut wie komplett auf den unteren Bildschirm bezieht. Einzig und allein die als Vorgeschichte deklarierten Videosequenzen der einzelnen Fisch-Kategorien können sich bei 100% 3D wirklich sehen lassen, leider aber wurden diese relativ kurz gehalten. Dies betrifft jedoch nicht die Vorgeschichte zur Flucht, diese ist bei jedem Aquariumsbewohner gleich. Sehr beeindruckend gehalten sind bei Jacques Mission „Der Zahnarzt“ die in 120 Sekunden zu reinigenden Zahnreihen von Hai Bruce oder auch das oben erwähnte OAS-Slalom. Letzteres hätte ich persönlich zu gerne auf dem oberen Bildschirm gesehen, gerade da lohnt sich der 3D-Effekt. Leider ist es dem Spieler nicht möglich, die Bildschirmansicht zu tauschen.

Zum Spielsound gibt es nicht allzu viel zu sagen. Uns bieten sich melodische Klänge, die uns ein gewisses Meeresgefühl und Lust auf Strand und Wasser bereiten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Fazit:

Wenn man ein Spiel für Zwischendurch sucht bzw. eher der Casual-Spieler ist, kann man bei diesem Titel beherzt zugreifen. Den derzeitigen bei Amazon ausgezeichneten Preis von 29,95 € ist das Spiel aber nicht unbedingt wert. Eher mal einen Blick in die Grabbelkiste werfen, wenn ihr Interesse hegt. Meiner Meinung nach zielen Disney und Pixar hier aber mehr auf die jüngere Generation von 6-12 Jahren, doch ab und an kann man sich schon hinreißen lassen. Mir persönlich gefällt das interaktive Riff / Aquarium am meisten, da wuselt schon so einiges rum.

Wertung:

Befriedigend

(c) Steffen Neumann

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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