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FIFA 18 bei uns im Test

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Alle Jahre wieder….fangen wir unseren Testbericht genauso an. Glauben wir zumindest. Denn immer zum gleichen Zeitpunkt im Oktober steht der Testbericht des neuen FIFA Ablegers an. Und wir sind schon bei FIFA 18 angelangt. Wie und eigentlich auch wie jedes Jahr will EA uns wieder mit Realismus, Atmosphäre und dem besten Kick begeistern. Ob das wirklich auch wieder funktioniert hat finden wir in unserem Test für die PS4 Version heraus.

FIFA 18 ist schon etwas länger auf dem Markt. Doch wir hatten einen guten Grund mit unseren Testbericht noch ein wenig zu warten. Die Veröffentlichung des Patches 1.03 war quasi die wirkliche Fertigstellung des Spiels. Vorher war das Spiel irgendwie „leer“ und besonders bei Online-Spielen völlig unrealistisch. Da hat man Spiele mit einem lockern 8:6 oder 10:7 beendet. Diesen Fehler haben die EA Macher behoben und mit dem letzten Patch auch das Bundesliga Paket mit eingebaut. Ihr dürft euch nun auf die aktuellen Logos, Sounds und Einblendungen der Bundesliga freuen.

Zum ersten Mal ist neben dem DFB Pokal auch die dritte Liga mit am Start und bringt alle Mannschaften mit. Hier kann der Karriere-Modus also noch einen extra Schuss Motivation mitbringen wenn ihr zb. Preußen Münster endlich wieder zurück in die Bundesliga bringt. Doch kommen wir zurück zum Spielgeschehen. Was ist in FIFA 18 so besonders anders geworden? Da beginnt es schon mit der Spielgeschwindigkeit – FIFA 18 ist langsamer als vorher und es ist deutlich spürbar wie sich eure Spieler zum Ball bewegen oder wie schwerfälliger sie sind. Das ist jetzt kein Nachteil sondern bringt deutlich mehr Übersicht für den Spieler mit. Ihr könnt eure Spielzüge besser gestalten, ein ruhiges Spiel aus dem Mittelfeld aufbauen oder euren Gegner mit einer bestimmten Spieltaktik überrumpeln. Einfaches nach vorne dreschen und einfach mal draufhalten bringt euch nichts.

Hier merkt man deutlich das EA kräftig an der Realismusschraube gedreht hat und sie Wert auf die Bewegungen der jeweiligen Spieler gelegt haben. Wenn ihr also mit Sandhausen gegen Bayern München spielt, ist der Unterschied deutlich zu bemerken. Umso größer ist dann aber die Freude wenn ihr mit Sandhausen am Ende der Sieger seid. Auch bei der Ballphysik gibt es gravierende Änderungen. Die Bälle kommen nicht mehr wie an einer Schnur gezogen an, sondern können unterwegs auch mal verhungern. Ihr müsst die Steuerung erst verinnerlichen um dann vernünftige Spielzüge aufzubauen. Wir geben zu: Der Frustfaktor war am Anfang schon ziemlich hoch, doch nach einer Weile haben wir den Dreh rausgehabt. Auch der neue Patch hat durch viele Bugfixes für Veränderungen gesorgt. Das Spiel war vorher wirklich anders und wurde durch den Patch quasi grunderneuert.

Die Torhüter sind ebenfalls ein Stückchen besser geworden, auch wenn sie manchmal immer nur für kuriose Szenen sorgen. Da kann ein Kullerball mal ein Tor werden oder ein unhaltbarer Schuss wird pariert. Die Verteidigung ist dagegen richtig anspruchsvoll geworden und fordert euch schon heraus. Einfach gegen den Ball und Gegner laufen bringt nix mehr. Ihr müsst das Spiel lesen können und genau wissen welcher Einsatz am besten ist. Eine Grätsche in den Gegner, ein kluger Schritt zum Ball oder einfach ein Ablaufen. Die Spiele bekommen durch diese Aktionen eine gehörige Portion Realismus und das hat EA richtig gut hinbekommen.

Der FIFA Ultimate Modus ist natürlich auch wieder mit am Start und bringt diesmal auch die sogenannten Altstars zurück ins Spiel. So dürft ihr dann auch mal mit einem Lothar Matthäus oder Paolo Maldini spielen. Auch der Story Modus The Journey geht weiter und bringt Gänsehaut-Feeling pur. Alex Hunter steht auch diesmal wieder im Mittelpunkt und kann nun auch zu deutschen Clubs wechseln. Die Story bekommt immer mehr Dramatik und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Wie diese endet wollen wir an dieser Stelle aber nicht verraten.

Eine interessante Neuerung während des Spiels sind die automatischen Wechsel, die mit der R2 Taste aktiviert werden können. So werden euch Spieler für einen Wechsel vorgeschlagen, wobei dieser Wechsel sofort ausgeführt wird. Das könnt ihr euch in den Einstellungen aber auch noch selbst optimieren und so kommen dann nur eure drei gewünschten Spieler auf´s Spielfeld. Das Publikum geht ebenfalls wieder gut mit und bringt für die Vereine auch viele neue Gesänge mit. Wirkliche Überraschungen solltet ihr allerdings nicht erwarten. Die Moderatoren Wolff Fuß und Frank Buschmann haben eigentlich immer die gleichen Phrasen auf Lager. Manchmal passen ihre Sprüche auch überhaupt nicht zum Spielgeschehen auf dem Platz. Ansonsten machen sie ihren Job aber ganz passabel.

Der Karriere-Modus bekommt auch ein paar interessante Änderungen spendiert. So dürft ihr euch bei Transferverhandlungen mit ins Büro setzen und seid live bei den Verhandlungen dabei. Am Anfang ziemlich interessant, hinterher aber doch eher eine nervige Angelegenheit. Ihr könnt diese Aktionen aber auch überspringen, da ihr euch irgendwann daran satt gesehen habt. Ansonsten gibt es viele kleine Änderungen, die aber im Ablauf nicht viel ändern. Leider müsst ihr auf Sprachausgaben verzichten und sehr immer die gleichen Animationen. Trotzdem schon spannend zu sehen wenn ein Spieler wie Messi plötzlich im Büro von Schalke 04 sitzt.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus
88%

FIFA 18 ist unserer Meinung nach noch ein Tacken realistischer geworden und bringt nun noch mehr Übersicht auf dem Platz. Auch wenn die Spieler sich nun deutlich langsamer bewegen ist es nun möglich einen besseren Spielaufbau zu organisieren und seine Taktik besser umzusetzen. Auch der weitergeführte Story-Modus rund um Alex Hunter ist erneut gelungen und bringt Dramatik pur mit. EA Sports hat auch in diesem Jahr wieder alles richtig gemacht.

  • Grafik 90%
  • Sound 85%
  • Umfang 88%
  • Story / Atmosphäre 93%
  • Steuerung 85%

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag

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