Fate/Extella: The Umbral Star bei uns im Test

Was einmal als Visual Novel begonnen hat, ist nun in ein Massengemetzel umgeschlagen. Mit Fate/Extella: The Umbral Star kommt die Schlacht auf die Switch.

Fate/Extella Warriors?

Die Fate-Reihe fand einst ihren Anfang in einer typischen, „erotischen“ japano-Visual Novel. Mit Fate/Extella: The Umbral Star geht die Serie, die sich im Laufe der Jahre viele eigene Videospiele und einen Anime erarbeitet hat, allerdings andere Wege. Wer diesen Test hier liest oder das Spiel bereits vor gut einem Jahr auf der PS4 gespielt hat (Ja die Switch-Version ist lediglich ein Re-Release) wird relativ schnell Parallelen  zur Warriors-Spielereihe von Koei-Tecmo sehen. Sprich es geht darum Punkte auf einer geschlossenen Map einzunehmen und dabei massenweise kleine Gegner mit den denkbar coolsten Moves zu vernichten.

Gute Geschichte mit schwerem Einstieg

Kommen wir zum tragenden Element, der Story. Bei Spielen die so sehr auf auf das Warriors-Prinzip setzen ist eine gute Geschichte unglaublich wichtig, da das Gameplay doch sehr repetitiv werden kann. Die Geschichte wird dort weitererzählt, wo sie beim PSP-Vorgänger Fate/Extra aufgehört hat. Dies bringt nur ein kleines Problem mit sich: Das Spiel setzt voraus, dass man bereits die Vorgeschichte kennt, so wird es Neueinsteigern nicht besonders einfach gemacht in die Story einzusteigen.

Kommen wir nun zu eben dieser: Euer Charakter hat den Kampf um den Holy Grail gewonnen und darf nun über den Mond herrschen. Also er könnte, hätte er nur nicht sein Gedächtnis verloren. Zum Glück gibt es da den Servant (Diener, Untergebener) Nero, der ihm die ganze Situation erklären kann. Der Supercomputer im Mond, den ihr euer eigen nennen dürft, besitzt große Kräfte und gemeinsam sollt ihr und Nero  auf dem Mond herrschen.Aber wäre ja langweilig wenn es so einfach wäre. Kurze Zeit nach dem Erwachen des Protagonisten tauchen schadhafte Programme im Mond auf. Bald treffen die beiden Helden auf Tamamo no Mae (Oben im Beld zu sehen), welche ein exaktes Ebenbild des Praetor und des Regalia bei sich hat. Warum es plötzlich zwei Praetor(en?) gibt, wieso Tamamo ebenfalls einen Ring hat und wieso der Mond angegriffen wird, sind gute Fragen, die im Laufe von vielen Geschichten aufgeklärt werden.

Zugegeben zu Beginn versteht man nicht viel und darf auch mal ratlos sein was die Geschichte angeht. Wir empfehlen euch also zuvor Fate/Extra zu spielen um den Einstieg in die Story überhaupt möglich zu machen.

Die zur Story gehörenden Zwischensequenzen bleiben den Wurzeln treu und werden meist in Form von Visual Novels präsentiert.

Story ist nur die halbe Miete

Neben Geschichte muss natürlich auch das Gameplay überzeugen können. Ihr spielt mehrere Kampagnen um die Geschichte rund um den Mond zu erfahren. An sich erinnert das Gameplay an die gefühlt tausenden Warriors-Ableger und ich hoffe dazu muss nicht mehr viel gesagt werden. Um euch im Gemetzel einige Vorteile zu verschaffen könnt ihr im MyRoom-Modus könnt ihr die Zuneigung eures Servants erhöhen und seine Ausrüstung verbessern. Ausrüstungsteile/Verbesserungen sowie ganze Sets gilt es Ingame freizuschalten und zu kaufen.

Um noch mal ganz kurz auf die Schlachten zu sprechen zu kommen: Ihr übernehmt die Kontrolle über einen oder mehrere Servants, die dann für euch kämpfen. In der Kampagne spielt ihr aber die meiste Zeit mit dem Protagonisten. Besondere Extella-Manöver stellen stärkere Angriffe dar, mit diesen könnt ihr noch einmal so richtig reinhauen, je nachdem wie voll eure Extella-Leiste ist. Aber das Highlight sind klar die Noble Phantasm. Die Spezialmoves/Ultis/Finisher können erst eingesetzt werden sobald ihr drei Phantasm-Teile auf der Map eingesammelt habt, aber dann geht es auch richtig los. Eins sei auch gesagt, trefft ihr mal auf einen Gegner mit Rang, so merkt ihr ganz schnell, dass das Spiel gar nicht mal so einfach ist.

Um es kurz zu machen: Ja Fate/Extella: The Umbral Star ist kein 1 zu 1 Warriors-Abklatsch aber die Besonderheiten, die das Spiel Gameplay-technisch zu bieten hat erfinden das Rad nicht neu.

Der Umfang

Neben der Hauptstory bietet euch das Spiel noch zwei weitere Modi. In der Side-Story spielt ihr aus der Sicht eines euch untergebenen Servants, gelegentlich gibt es hier auch komplett neue Missionen. Im Free Play-Modus spielt ihr einfach ganz ohne Hintergrund drauf los und könnt hier vor allem die Vielfalt der insgesamt 16 spielbaren Charaktere auf die Probe stellen. Wobei ihr die Charaktere zuvor in der Hauptstory freischalten müsst.  Das Spiel ist komplett vertont – jedoch leider nur auf japanisch, eine deutsche Sprachausgabe gibt es nicht. Auch was Untertitel angeht müssen wir uns mit der englischen Fassung begnügen.

Grafik und Sound hinterm Mond?

Keine Sorge, so schlimm ist es sicher nicht. Die Soundtracks sind gut, aber nicht unglaublich gut, aber immerhin gehen sie einem nicht auf die Nerven nach einer gewissen Zeit. Die japanische Sprachausgabe klingt wirklich gut, nur leider verstehe ich kein Wort. Alles in allem ist der Sound solide. Was die Grafik angeht will ich mal kurz meckern: Es ist zwar nicht hässlich, aber auch nicht wirklich hübsch. Die Extra-Moves können so einiges aus der Grafik rausholen, aber hier würde ich soweit gehen und sagen: Gegen die Konkurrenz der Warriors-Ableger kann diese Grafik nicht überzeugen, an den Texturen wurde wahrscheinlich aus Performance-technischen Gründen gespart. Insgesamt ist die Grafik aber nichts was einem den Spielspaß verdirbt.

77%

Fazit

Das Gameplay kann überzeugen, aber ist nach dem x-ten Teil eben auch nichts neues mehr. Die Story ist gut, aber nicht Einsteigerfreundlich. Ich würde das Spiel nur Fans des Franchises oder von Warriors-Like-Games empfehlen, ansonsten werdet ihr mit dem Spiel wahrscheinlich nur kurzweiligen Spaß haben.

  • Grafik 60%
  • Sound 70%
  • Steuerung 75%
  • Umfang 90%
  • Atmosphäre 75%
  • Story 90%

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