Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

eSport-Bund Deutschland gegründet

Am 26. November wurde in Frankfurt am Main der eSport-Bund Deutschland (ESBD) gegründet. Der ESBD ist ein Sportverband, der sich explizit mit den Interessen von Spielerinnen und Spielern im E-Sport  auseinandersetzt, aber er soll auch den fortschreitenden Prozess der Akzeptanz des Sports in Deutschland antreiben.

Wir arbeiten von einem breiten Fundament aus.

Wir starten mit guten Vorzeichen in eine Zeit, in der eSport sehr große Aufmerksamkeit erfährt. Diese Chance möchten wir nutzen, um mit allen Stakeholdern ins Gespräch zu kommen, um die Rahmenbedingungen für eSportlerinnen und eSportler zu verbessern. Wir haben uns dabei auch die Anerkennung des eSport als gemeinnützig sowie als Sportart zum Ziel gesetzt.

– Hans Jagnow | ESBD-Präsident

In Frankfurt am Main wurde am Sonntag der eSport-Bund Deutschland gegründet. Er repräsentiert künftig die deutschsprachige eSport-Landschaft und die organisierten Spielerinnen und Spieler. Zum Präsidenten des Verbandes wurde Hans Jagnow, Berlin, gewählt. 1. Vizepräsident ist Niklas Timmermann, Osnabrück. Weitere Vizepräsidenten sind Jan Pommer, Köln, sowie Martin Müller, Magdeburg und Dr. Fabian Laugwitz, Frankfurt am Main. Als Justiziarin wurde Rechtsanwältin Anna Baummann benannt. Der Verband wird seinen Sitz in Berlin haben.

Der ESBD sieht sich als Fachverband des eSport und möchte in Zukunft den eSport, gemeinhin das sportwettkampfmäßige Spielen von Video- und Computerspielen, umfassend fördern. Er schließt die bisher bestehende Repräsentationslücke im Sportverbandswesen. Dabei wirkt er als Ansprechpartner für alle gesellschaftlichen Stakeholder in Sport, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Hans Jagnow:

Der ESBD nimmt sich viel vor. Wir möchten nicht nur eine einheitliche Repräsentation der organisierten Spielerinnen und Spieler gewährleisten, sondern auch eine Plattform schaffen, die Breiten- wie Spitzensport eine positive Weiterentwicklung ermöglicht. Bedeutsam sind dabei neben wissenschaftlicher Evaluation, Trainingskonzepten und Nachwuchsarbeit ein ‚code of conduct’ und die Durchsetzung des Fair-Play.

Unterstützt wird der ESBD dabei von Beginn an durch die Mitgliedschaft der ESL als Veranstalter sowie durch den BIU als Verband der deutschen Games-Branche und damit Vertreter der Spielehersteller. Beide bringen langjährige Erfahrung und ein breites nationales sowie internationales Netzwerk ein.

Nach der Gründung beginnt für den ESBD und sein Präsidium die Arbeit:

Wir krempeln jetzt die Ärmel hoch und packen an. 2018 wird ein wichtiges Jahr für den deutschen eSport; wir möchten das mitgestalten.

Hans Jagnow

 

eSport doch bald olympisch?

Mit der Gründung des ESBD könnte auch die Aufnahme in den Deutschen Olympischen Sportbund möglich sein. Bei den kommenden Asiaspielen 2022 wird eSports Teil des Turniers und Deutschland könnte bis dahin auch an einer Teilnahme arbeiten.

Liste der Gründungmitglieder:

Breitensport-Vereine: 1. Berliner eSport-Club e.V., eSports Nord e.V., Gamer Verein e.V. – Regensburg, Magdeburg eSports e.V., TSV 1895 Oftersheim e.V., TSV Hamelspringe e.V

Spitzensport-Teams: Alternate Attax, BIG, BLUEJAYS, Euronics Gaming, H2K, Final Gaming, Fraport Skyliners, Mysterious Monkeys, Sprout, Planetkey Dynamics, Playing Ducks, Unicorns Of Love, WAR – Wind and Rain, WiseWizards.

Weitere Gründungsmitglieder: Anna Baumann (Rechtsanwältin), BIU e.V. (Bundesverband Interaktive Unterhaltssoftware), Christian Lenz, ESL (Electronic Sports League), Dr. Fabian Laugwitz, MBA, LL.M. Eur. (Rechtsanwalt)

Quelle: Pressemitteilung

 

eSports Redaktuer – PC Liebhaber – Leidenschaftlicher Gamer