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Escape from Tarkov bei uns im Preview

Hardcore-Shooter abseits des Mainstream

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Battlestate Games schickt uns mit Escape from Tarkov in eine Closed Beta welche durch Hardcore-Gameplay überzeugt. Erster Punkt an der Tagesordnung – vergesst alles was ihr von genreüblichen Shooter wie Call of Duty, Battlefield und Co. gelernt habt. Spielt ihr hier einen auf Arcade werdet ihr euer blaues Wunder erleben. Es ist unglaublich spannend, kann aber auch frustrierend sein.

This is Hardcore

Bevor wir mit den Spielmechaniken starten möchten wir kurz die Optik und die Waffensounds ansprechen. Wir befinden uns ja noch in der Closed Beta, bis zum Release wird hier sicherlich noch eine Schippe drauf gelegt – nichts desto trotz sieht der First-Person-Shooter bereits jetzt großartig aus. Die Waffen klingen realistisch und sind detailliert nachgebildet.

Das gilt auch für die restliche Soundkulisse. Egal ob Waffengeräusche, laute Schritte oder das Öffnen von Kisten können von Gegenspielern gehört werden und machen euch direkt zu einem attraktiven Ziel.

Abgerundet wird das Ganze durch einen Tag- und Nacht-Zyklus der das Spielgeschehen ungemein beeinflusst. Entweder wir verwenden ein Nachtsichtgerät, wenn wir den eines haben, oder wir greifen auf unsere Taschenlampe zurück. Natürlich erleuchtet uns die Taschenlampe unseren Weg aber logischerweise sehen uns die Gegner auch wesentlich schneller.

Dieser Gegner hatte gegen unsere Pumpgun keine Chance.

Eine Runde Poker

Bevor ihr euch in die Onlineraids von Escape from Tarkov wagt solltet ihr unbedingt Offline gegen die K.I. üben. Hier könnt ihr eure Ausrüstung nämlich nicht verlieren. Im Grunde genommen dreht sich in dem Spiel nämlich alles um Loot und darum ihn den Gegenspielern abzunehmen. Habt ihr euch mit den unterschiedlichen Karten vertraut gemacht könnt ihr euch in ein Online-Match wagen. Mindestens genauso wichtig wie das Üben ist das Wissen wo sich die Ausgänge auf den Karten befinden.

Das hat einen ganz einfachen Grund. Geht euer Charakter über den virtuellen Jordan ist eure gesamte Ausrüstung weg. Heißt im Klartext, ähnlich wie bei Poker überlegt ihr euch euren Einsatz um in Anschluss daran in den Raid zu starten. Verloren ist verloren, es gibt zwar eine Versicherung die man sich leisten kann diese ist aber immens teuer gehalten. Dieses Gameplay-Element macht den Titel ungemein spannend.

Hier seht ihr beispielsweise einen Ausgang der „Shoreline“-Karte. Aktuell sind vier unterschiedliche Raids/Karten spielbar.

Direkt in unserer ersten Online-Runde konnten wir vier Spieler erlegen und deren Loot an uns reißen. Taktisches Gespür und unserem Schalldämpfer sei Dank. Wir waren angespannt wie ein „Pfitschibogen“, aber dieses erhabene Gefühl, etwas geschafft zu haben vermittelt Escape from Tarkov auf eine grandiose Art und Weise. Nach ein paar verlorenen Runden kann das aber auch in Hass umschalten, obwohl wir zu jeder Zeit nachvollziehen können warum wir gerade gestorben sind.

Kniffe lernen

Wie ihr bereits auf den Screenshots sehen könnt bietet der Titel kein HUD an. Nichts soll die Immersion stören. Deshalb ist es wichtig sich die Steuerung genau anzusehen und zu merken. Zum klassischen Movement (W,A,S,D-Tasten) gesellen sich etliche Abstufungen wie zur Seite lehnen oder kurze Seitenschritte. Wir können nicht nur am Boden liegen, hocken oder stehen. Es gibt etliche Abstufungen die wir auch verwenden sollten. Es geht darum nicht mit dem kompletten Kopf aus der Deckung zu gucken. Das Ziel ist es so wenig Angriffsfläche zu bieten wie nur irgendwie möglich.

Hier seht ihr unseren Charakter (links) und das Inventar (rechts).

Auch das Nachladen will gelernt sein, dazu muss ein eigener Hotkey verwendet werden. Achtung die Magazine müssen sich in Brust- oder Hosentaschen befinden. Zudem solltet ihr alles mitnehmen das irgendwie Platz findet in eurem Rucksack. Selbst banale Gegenstände wie eine Limodose können gewinnbringend bei Händlern verkauft werden.

Aktuell gibt es fünf Händler in Escape from Tarkov, diese gieren nach verschiedenen Gegenständen. Diese Aufgaben könnte man also als Nebenquests bezeichnen:

Werdet ihr im Kampf verwundet solltet ihr auch immer etwas Verbandszeug oder Medikamente in eurem Rucksack verstaut haben. Im Menü „Health“ könnt ihr dann die in Mitleidenschaft gezogenen Körperteile bearbeiten.

Ein Scavenger um sie zu knechten

Relativ neu integriert wurden die Scavs (Scavenger) in Escape from Tarkov. Diese neue Fraktion ändert das Spielverhalten gewaltig, es ist einfach mehr los auf den einzelnen Karten. Wir können allerdings nicht permanent als Scav unterwegs sein. Im Grunde genommen sind wir als gesetzloser Spieler unterwegs, unser Ziel: alles und jeden zu töten, um seinen Loot abzugreifen. Den erbeuteten Loot als Gesetzloser können wir anschließend auf unseren Hauptcharakter übertragen.

Fazit:

Wir behalten Escape from Tarkov definitiv auf unserem Notizzettel. Ja er ist herausfordernd und ja es kann auch mal frustig sein aber es fühlt sich zu gut an wenn man einen Raid heil übersteht, um das Spiel ignorieren zu können. Mit welcher Ausrüstung gehen wir in den Raid? Vollgestopft um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein? Beim virtuellen Tod hingegen ist dann (fast) alles verloren. So einfach und doch so spannend kann ein Spielprinzip sein. Man darf gespannt sein wie sich das Gameplay in der Open Beta anfühlen wird, wir freuen uns auf neue Opfer in Tarkov…


Escape from Tarkov findet ihr auf der offiziellen Homepage ab 34,99€ [Alternativ könnt ihr auf die Open Beta warten die noch 2017 starten soll]

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