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DuckTales Remastered im Test

Ganz Entenhausen spielt verrückt. Die DuckTales sind wieder da und kommen mit einer Neuauflage ihres NES Klassikers auf die heutigen Konsolen zurück. Capcom gibt dem Titel noch den Zusatz Remastered und fertig ist der Downloadtitel. Wir haben die Playstation 3 Variante des angestaubten Titels gespielt und sagen euch, wie er heute zur Geltung kommt.

Nintendo Entertainment System, das waren noch Zeiten. Eine graue Konsole, die noch keinen großen Wert auf Design oder andere Dinge legte und einzig und allein für den Spielspaß verantwortlich war. Auf diesem Gerät war damals ein kleines Modul namens DuckTales zu Hause. Lang ist es her. Nun will Capcom Dagobert Duck und Co. zu neuen Leben erwecken und veröffentlicht zusammen mit dem Entwicklerstudio WayForward DuckTales Remastered.

Erwartet uns jetzt eine völlige Neuauflage oder nur ein optisch-polierter Retro-Titel? Wer das Spiel noch von früher kennt, fühlt sich gleich an die guten alten Zeiten erinnert. Selbst die bekannte Intro-Mucke dudelt wie bei NES Zeiten aus dem Fernseher. Das Spielprinzip, die Story und die Schauplätze sind gleich geblieben. Zusammen mit vielen alten Bekannten bereist Dagobert Duck fünf  verschiedene Orte. Neben dem Amazonas und dem Himalaya reist der schwerreiche Erpel auch noch nach Transsylvanien, die afrikanischen Minen und auf dem Mond.

Doch bevor das Spiel richtig anfängt, überfallen die Panzerknacker direkt zu Anfang den Geldspeicher von Onkel Dagobert. Hier werden die ersten Grundlagen und die Steuerung des Spiels erklärt. Die Steuerung ist dabei ein wenig hakelig, was besonders bei den Sprungpassagen bemerkbar ist. Seit ihr nur einen kleinen Schritt daneben oder zu weit, geht das in die Hose. Das gilt auch für die Kletteraktionen, die so manchmal ein wenig nervig werden. Das Tutorial ist aber trotzdem eine gute Neuerung, die euch gut in das Spielgeschehen einführt.

Grafisch ist DuckTales Remastered natürlich nicht mehr mit den NES Vorgänger zu vergleichen und kann durch schöne bunte Animationen und netten Comic-Zwischensequenzen punkten. Auch die unterschiedlichen Level erinnern zwar an die frühere Version, bekommen aber natürlich deutlich mehr Liebe zum Detail. Für die gelungene englische Sprachausgabe sind die Original-Sprecher der TV-Serie verantwortlich. Eine deutsche Sprachausgabe ist leider nicht dabei, aber immerhin deutsche Bildschirmtexte. Die Dialoge laden euch immer wieder zum Schmunzeln ein. Auch die bekannten Klänge der Hintergrundmusik sind überarbeitet worden und hören sich jetzt noch besser als damals an.

Auch in diesem Spiel sammelt ihr Kristalle ein und scheffelt somit Geld. Und bei Geld flimmern bei Dagobert Duck die Dollarnoten in den Augen. Auch in dieser Neuauflage gibt es bei insgesamt 10 Millionen Dollar oder Punkte ein gutes Ende. Habt ihr das nicht geschafft müsst ihr euch auf ein anderes Ende gefasst machen. Es gibt also immer wieder einen Grund, das Spiel möglichst mit vielen Punkten durchzuspielen. In den Einstellungen könnt ihr euch für die Punkte aber auch viele Extras wie Musikstücke, Charaktere oder Konzeptzeichnungen kaufen. Auch einige TV-Impressionen sind dabei.

Nun verfügt DuckTales Remastered allerdings auch über einen knackigen Schwierigkeitsgrad. Wer das Spiel nicht kennt, sollte sich zunächst mit der einfachen Stufe beschäftigen. Kenner des Spiels werden direkt auf Mittel oder Schwer loslegen, damit sie auch richtig gefordert werden. Die Endbosse und Gegner sind dabei alles andere als ein Zuckerschlecken und schwer zu besiegen. Nach knapp drei Stunden Spielzeit sollte aber trotzdem das Ende erreicht sein. Für einen Titel der knapp 15 Euro kostet, ist das nicht gerade viel. Dafür bekommt ihr aber genügend Motivation durch die vielen freischaltbaren Extras, die besonders bei Fans der DuckTales Serie für feuchte Augen sorgen wird.

Die Steuerung haben wir ja oben bereits kurz erwähnt. Auch hier ist der Stock der ständige Begleiter von Onkel Dagobert. Ihr springt, haltet dabei eine andere Taste gedrückt und versucht euren Gegner durch ständiges Kopfspringen ins Jenseits zu befördern. Bei manchen Endgegnern habt ihr allerdings das Gefühl, das ihr überhaupt keine Chance habt. Immer und immer wieder wollt ihr es aber versuchen, um am Ende doch den Level Ausgang zu erreichen. Den Pogo-Schlag könnt ihr in den Optionen übrigens auf leicht oder schwer einstellen.

 

Fazit:

DuckTales Remastered ist besonders für Fans der TV-Serie und des damaligen NES Spiels ein absolutes Muss. Wer die Serie und die Geschichte hinter dem Spiel allerdings nicht kennt, muss sich zweimal überlegen 15 Euro für ein Spiel auszugeben, was nach drei Stunden schon durchgespielt ist. Trotzdem hat Capcom nix verkehrt gemacht und mit der Neuauflage von DuckTales tolle Erinnerungen an die gute alte Zeit zurückgebracht.

Wertung:

Gut

 

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

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