Die Schlümpfe 2 im Test

Am 01. August kommen die Schlümpfe wieder in die deutschen Kinos. Da versteht es sich natürlich von selber, dass das passende Spiel zum Film nicht lange auf sich warten lässt.

Schlumpfiges Jump n‘ Run

Euch erwartet ein klassisches Jump n‘ Run, wie es sich schon auf dem Super Nintendo darstellte. Vom Pilzdorf aus, erwählt ihr die erste von sechs Welten und sucht danach den gewünschten Schlumpf aus. Ein Geschichtenerzähler bringt euch nun die Story näher, in der es einer Rettung bedarf, da Schlumpfine vom bösen Zauberer Gargamel entführt wurde.

Euer Abenteuer bestaunt ihr aus einer seitlichen Ansicht. Es ist natürlich Ziel, das Ende des jeweiligen Levels lebend zu erreichen. Dabei sammelt ihr blauen Schlumpfbeeren, die gleichzeitig als Energiequelle fungieren. Berührt ihr einen der recht übersichtlich auftrumpfenden Gegner ungünstig, werden euch die Beeren abgezogen und euer Ende ist bei einem weiteren Kontakt unausweichlich. Um sich der geringen Schar an Kontrahenten zu entledigen, reicht der obligatorischen Kopfsprung aus, den man aus klassischen Jump n‘ Run Spielen bereits kennt. Besiegte Gegner hinterlassen aber auch gerne ein nützliches Item, das eine Anzeige in Form eines Reagenzglases ansteigen lässt. Ist dieses gefüllt, vergrößern sich die Schlumpfbeeren und haben für ein kurzes Zeitfenster auch die doppelte Wertigkeit.

Die fünf Level in jeder der sechs Welten werden aber nicht nur nach vorne fortgeführt, sondern können sich durchaus nach oben richten und euch einige Sprungeinlagen abverlangen. Die Anreihung von Fallen und Plattformen zeichnen die Level. Dabei sind die verschiedenen Abschnitte aber alle ähnlich aufgebaut und beherbergen Verstecke wie auch Goldmünzen in sich. Noch bevor ihr einen Level startet, wird euch die Anzahl der zu sammelnden Münzen angezeigt. Befinden sich schlussendlich fünf der goldenen Münzen in eurem Besitz, habt ihr einen Schlumpf befreit und euer Pilzdorf füllt sich mit neuen Bewohnern. Leider gibt es genügend Tücken und Hindernisse, um an die gewünschten Objekte zu kommen. Hier ist das Talent jedes einzelnen Schlumpfes gefragt. Beispielsweise kann McTapfer Felsen zertrümmern und Schlaubi besonders hoch springen. Leider stehen aber nicht gleich alle Protagonisten zur Verfügung und müssen erst freigeschaltet werden. Ist eine Welt mit Endboss erfolgreich befriedet, vergrößert sich eure Truppe um Papa Schlumpf um ein Mitglied.

Bei dem sehr leichten Spielprinzip, besteht die hauptsächliche Schwierigkeit darin, Gegnern auszuweichen, um nicht die gesammelten Schlumpfbeeren zu verlieren. Sind alle sicher ins Ziel verfrachtet, bekommt ihr einen Highscore gestellt, den ihr jederzeit überbieten dürft. Um eine weitere Langzeitmotivation zu bieten, könnt ihr nach der ungefähren Spielzeit von fünf Stunden, alle Orte ein weiteres mal begehen, um die restlichen Münzen zu sammeln und die übrigen Schlümpfe zu befreien. Doch Hauptaugenmerk bleibt der Multiplayer, der es möglich macht, das Abenteuer mit bis zu vier Spielern gleichzeitig zum Guten zu wenden.

Technik mit Tücken

Für einen Wii-Titel stellt sich das grafische Setting recht gut dar. Leider wirken einige Orte aus Wald und Stadtgebiete sehr überladen, sodass ihr gelegentlichen einen Gegner übersehen werdet. Und auch wenn die Schauplätze nicht unbedingt abwechslungsreich gestaltet sind, gibt es doch einiges zu entdecken. Die Optik ist mit einem angenehmen Sound gepaart, der leider in der Lokalisierung einige Schwächen aufweist. Der Erzähler spricht mit angenehmer Betonung und bringt euch die Geschichte des Abenteuers näher, dass nebenbei in Bildschnipseln unterlegt wird. Die Schlümpfe hingegen, sind der deutschen Sprache nicht mächtig und reden weiterhin englisch. Warum die Vertonung so halbherzig vollzogen wurde, unterliegt nicht meiner Vorstellung und wirkt für den Spieler recht unfertig.

Natürlich ist bei der Wii-Version noch die Steuerung recht interessant. Diese bedarf nur eine Remote, die waagerecht gehalten wird. Über das Steuerkreuz bewegt sich die Spielfigur fort, per Tasten lassen sich Befehle suggerieren. Eine Verwendung der Bewegungsteuerung wurde jedoch nicht berücksichtigt, was durchaus schade ist. Ansonsten werden Kommandos schnell und genau übertragen und stellen keinen Nachteil für den Spieler dar.

Fazit

Das sehr leichte Gameplay spricht hauptsächlich Kinder an, die am Abenteuer der Schlümpfe sicherlich Spaß haben werden. Erfahrene Spieler und Fans der kleinen blauen Wesen werden aber sichtlich enttäuscht sein. Der hauptsächliche Grund ist sicherlich der sehr geringe Umfang und eine schlechte Lokalisierung, wie es schon viele Filmadaptionen vormachten. Doch hat der Titel durchaus gute Seite, sodass die Gründe für und gegen einen Kauf, genau abgewogen werden müssen.

Wertung:

Befriedigend    

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

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