DFB will eSports in den Amateurfußball integrieren

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Der eSport ist eine lebhafte, trendbehaftete Szene. Mittlerweile hat sich die virtuelle Sportart einen festen Platz auf diesen Markt gesichert. Der Begriff eSport ist die Abkürzung für elektronischer Sport und bezeichnet das wettbewerbsmäßige Spielen von Computer- und Videospielen. Wer den geregelten Wettkampf gegen andere Zocker ausübt, betreibt eSport. Die Anzahl der Wetten Fans steigt kontinuierlich, eine starke Community folgt dem unaufhaltsamen Trend.

Für besonders große und wichtige Events versammeln sich Spieler und tragen ihre Partien im Netzwerk aus. Der Löwenpart des eSportler-Alltags findet im Internet statt: Im Netz halten Progamer und Hobbyspieler ihr Training ab, treten dann in Online-Ligen an und treffen sich zum Diskutieren auf Szene-Seiten.

Mittlerweile hat der Verband Deutscher eSports (ESB) zahlreiche Argumente für eine Anerkennung des eSports als offizielle Sportart gesammelt. Der Deutsche olympische Sportbund (DOSB), der für die Anerkennung und zur Teilnahme am olympischen Wettkampf maßgeblich ist, zeigt sich dieser Idee gegenüber noch unsicher.

Die sehr stark steigende Popularität und Professionalisierung von eSports ist nicht nur unter den Fans bekannt. Doch der digitale Sport wird auch zunehmend von Wirtschaft und Politik wahrgenommen.

Es engagieren sich zunehmend Mega Konzerne wie Audi und Vodafone für den digitalen Sport, um die junge, digitalaffine Zielgruppe anzusprechen.

Denn der Trend beweist, dass über die klassische Werbung diese Zielgruppe nicht angesprochen werden kann. Selbst im diesjährigen Bundestagswahlkampf war die Diskussion um eSports in die Parteiprogramme integriert. Die führenden Parteien wie CDU/CSU oder SPD, Grüne und FDP haben allesamt angekündigt, die digitale Sportart in der kommenden Regierungsperiode noch stärker zu fördern. Auch der olympischen Rats Asiens (OCA) hat angekündigt eSports, als offizielle Disziplin bei den Asienspielen 2022 in Hangzhou zuzulassen. Die zunehmende Professionalisierung von eSports und die internationale Anerkennung als Sportart bestätigen die Trenderscheinung.

Neben Audi hat auch der DFB den Bereich eSports entdeckt. Die kreative Idee mit einem Videospiele-Angebot die Mitgliederzahlen stabil zu halten ist innovativ und erfolgversprechend. Bereits am vergangenen Samstag fand ein erstes Turnier zwischen Amateuren statt. Damit ist der offizielle Start für das innovative Pilotprojekt, um eSports in den Amateurfußball zu integrieren, gesetzt.

Aktuell entwickelt sich kaum eine Disziplin so dynamisch wie eSports in allen Bereichen. Ganz gleich, ob in Wirtschaft, Gesellschaft oder Politik: eSports hat bereits nach kurzer Zeit seinen eigenen Weg in alle Bereiche gefunden.

Selbstverständlich möchte der DFB dabei nicht außen vorbleiben und hat den eSports-Bereich somit für sich entdeckt. Außerdem wird kein anderes Videospiel weltweit so erfolgreich verkauft wie „FIFA“ von EA Sports. In allen Nationen, wie auch in Deutschland wird an der Konsole enthusiastisch gekickt. Tatsächlich haben bereits einige Bundesligisten wie der VfL Wolfsburg, bereits professionelle FIFA-Spieler vertraglich an sich gebunden. Tatsächlich wird für das Professionelle virtuelle Kicken auch ein Gehalt gezahlt.

Nun ist es an der Zeit das das Videospiel auch in den Amateursport Einzug hält.

Das Pilotprojekt zu dieser Initiative startete vergangenen Samstag in Hamburg statt. Der DFB und der Hamburger Fußball Verband haben ein großflächig vermarktetes Turnier mit dem Spiel „FIFA 18“ an der Playstation 4 Pro veranstaltet.

An diesem Turnier in Hamburg durften ausschließlich Videospieler teilnehmen, die auch im realen Leben einem Fußballverein angehören. Durch die Initiative sollen die Vereinsstrukturen gestärkt werden. Tatsächlich überdenken die Verbände das Konzept eines offiziellen Ligasystems. Dabei stehen verschiedene Ideen zur Umsetzung im Raum. Eine denkbare Möglichkeit wäre, dass die Vorrunde online ausgespielt wird und die Endrunde anschließend offline auf dem Rasen stattfindet. Es bleibt abzuwarten, ob sich die deutschen Fussball Fans von einem Mix aus echtem und virtuellem Fußball beeindrucken lassen.

 

 

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag