Der Vormarsch der Digitalisierung

Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht für das Jahr 2015 über die Entwicklung im Fest- und Mobilfunknetz, den Wettbewerb, die Förderung der Infrastrukturen und den Schutz der Verbraucher veröffentlicht. Der Bericht ist besonders von der fortschreitenden Digitalisierung geprägt.

Immer mehr Datenvolumen

mobilfunk-datenvolumenGerade im Mobilfunk kann man einen ganz klaren Trend ablesen. Wurden im Jahr 2008 knapp 11 Millionen GB an Daten über die Netze übertragen, waren es 2015 schon über 591 GB. An diesem enormen Anstieg kann man klar erkennen, dass sich das digitale Leben immer mehr in den mobilen Bereich verlagert. Auch das generierte Datenvolumen im Festnetz ist stark gestiegen und lag am Jahresende bei etwas 11,5 Milliarden GB. Das durchschnittlich erzeugte Datenvolumen pro Anschluss erreichte somit voraussichtlich knapp 31 GB. Hier ist jedoch der Traffic des Fernsehangebotes Entertain nicht enthalten.

 

Auslaufmodell SMS und neue Geschäftsfelder

In Zeiten von WhatsApp, iMessage und anderen Messangern liegt es eigentlich auf der Hand, dass die Nutzung von SMS immer weiter sinkt. Auch im letzten Jahr nutzten immer weniger Verbraucher den Kurznachrichtendienst. Die Zahl der versendeten SMS verringerte sich im letzten Jahr auf 16,6 Milliarden. Im Jahr 2012 waren es noch fast 60 Milliarden. Die Digitalisierung beeinflusst immer mehr die Geschäftsmodelle der etablierten Telekommunikationsunternehmen. Unternehmen wie Facebook, Google oder auch Amazon treten zunehmend in Konkurrenz zu den klassischen Telekommunikationsprodukten. Dadurch dass den großen Telekommunikationszúnternehmen einige ihrer alten Geschäftsfelder weg brechen, suchen sie sich neue. Besonders die Mobile Games haben sich zu einem riesigen und umsatzstarken Markt etabliert. So wurde zum Beispiel das Spiel Sea Hero Quest für die Telekom vom Spieleentwickler Glitchers in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des University College London und der University of East Anglia, sowie der Alzheimer’s Research entwickelt. Sea Hero Quest ist nicht nur ein Spiel, es gibt dem Spieler die Möglichkeit, die Wissenschaft aktiv beim Kampf gegen Demenz zu unterstützen.

Deutschland – digitales Entwicklungsland? 

Die Gesamtzahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse ist zwar auch im Jahr 2015 erneut gestiegen, jedoch beruht der Großteil (77 Prozent) dieser Anschlüsse weiterhin auf Kupferdoppeladlern (DSL). Glasfasernetze, die bis zum Gebäude reichen, basieren nur rund 0,4 Millionen Anschlüsse. Dies spiegelt sich auch in der Verteilung der vermarkteten Bandbreiten bei Festnetz-Breitbandanschlüssen wieder. Der größte Teil der  verfügbaren Bandbreite liegt im Segment zwischen 10 Mbit/s bis 30 Mbit/s. Im Zeitalter von Streaming-Diensten und digitalen Games muss sich an dieser Entwicklung definitiv etwas ändern. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland mit einer durchschnittlichen Downloadrate von 12,9 Mbit/s auf Platz 22.

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Wer Apps häufiger verwendet sollte sich auch nach einem guten Tarif mit ausreichend Datenvolumen umsehen. Gute Angebote mit dem passenden Smartphone findet man z.B. hier.

Bilder: statista.com

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