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Dawn of War 3 bei uns im Test

Das beste RTS seit Jahren?!

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So Freunde der Test zu Dawn of War 3 wird eine sehr persönliche Sache. Teil 1 war absolut grandios und gehört zu den besten Echtzeit-Strategiespielen die jemals erschienen sind. Basisbau, abgefahrene Massenschlachten und schnelles Gameplay wussten zu begeistern – Pflichttitel auf jeder LAN-Party. Dann kam Teil 2 und alles änderte sich. Kein Basisbau, Gefechte mit kleinen Truppen und Heldeneinheiten, taktischeres Gameplay – BUH. Dawn of War 3 vereint diese zwei Welten und dabei heraus kommt der beste Serienteil? Unter Test liefert die richtigen Antworten!

Space Marines, Orks & Eldar

Im Gegensatz zu den Vorgängern können wir bei Dawn of War 3 direkt aus drei Parteien unseren Favoriten auswählen, zumindest im Multiplayer-Modus. In der Kampagne steuern wir die Rassen nicht nacheinander sondern kunterbunt durchgemischt.

Zuerst spielen wir mit den Space Marines, eine Mission später mit den Orks und direkt darauf mit den Eldar. So erleben wir die Story des Spieles aus drei unterschiedlichen Perspektiven, spannend. Uns erwarten etliche Storytwists sowie Intrigen.

Die ganze Palette wird innerhalb von siebzehn Missionen abgearbeitet. Hauptprotagonisten der einzelnen Rassen sind der gerechte Ordensmeister Gabriel Angelos (Space Marines), die überlegende Runenprophetin Macha (Eldar) und der clevere Ork-Boss Gorgutz. Die Inszenierung kann zwar nicht ganz mit den Titeln von Blizzard mithalten ist aber trotzdem sehr gut gemacht.

Die Einsätze haben eine angenehme Länge, zwischen dreißig Minuten und einer Stunde müsst ihr pro Mission einplanen. In den einzelnen Missionen gibt es oft mehrere Haupt- und/oder Nebenaufgaben. Die Missionen selbst sind sehr abwechslungsreich. Mal sind wir mit einem kleinen Trupp unterwegs, stampfen im Anschluss daran eine Basis aus dem Boden oder wir kämpfen gegen Elitegegner. Alles in allem wird hier alles aufgeboten was das RTS-Genre hergibt, sehr gut gemacht.

Meine Basis hat WAAAAGH!

Der Basisbau von Dawn of War 3 ist nicht so komplex wie beim ersten Teil aber bietet dennoch genug Tiefgang und Abwechslung um uns nicht zu unterfordern. Der Bau selbst läuft bei allen Rassen ähnlich ab aber nicht gleich.

Beispielsweise benötigen wir bei den Orks die WAAAAGH-Türme. Diese gewähren uns Zugriff auf weitere Einheiten sowie Technologien und dienen ganz nebenbei als Abwehrtürme. Die Eldar hingegen verfügen über keine Türme aber dafür dürfen wir die Basis verlegen. Die Space Marines wiederum spielen sich ganz klassisch. Verfügen dafür aber über Abwurfcontainer die wir nach Belieben mit Truppen oder einem heftig Schaden verursachenden Turm ausstatten können.

Zudem dürfen wir unsere Einheiten hochzüchten. Dies geschieht aber nicht mehr ganz so tiefgängig wie bei Teil 1. Wir können zwar den Schaden sowie die Verteidigung der Einheiten erhöhen, oder uns diverse Boni erforschen, aber das gilt nur noch für Infanterie und Fahrzeuge als Ganzes nicht mehr für unterschiedliche Truppentypen.

Hier seht ihr eine unserer Ork-Basen.

Die Elite um sie zu knechten

Von Teil 2 wurden die Eliteeinheiten in Dawn of War 3 übernommen. Diese mächtigen Helden können spielentscheidend sein. Vor jedem Match, egal ob on- oder offline, müssen wir uns für drei Helden entscheiden. Mit dem Abschluss von Onlinematches oder Missionen in der Kampagne verdienen wir uns Totenschädel.

Hier seht ihr den mächtigen Phantomritter Taldeer der Eldar.

Die Eliteeinheiten selbst steigen ebenfalls im Level auf. Dadurch werden sie optisch anpassbar und wir erhalten mächtigere Angriffe und Fähigkeiten welche die Helden vom Stapel lassen können. Es gilt seinen Spielstil zu stärken und sich die Helden gegenseitig ergänzen zu lassen. Nah-, Fernkämpfer und Supporter warten nur darauf von euch in die Schlacht geführt zu werden.

Diese besondere Ressource (Totenschädel) fließt dann direkt in den Kauf von Eliteeinheiten und in die Armeedoktrinen – dazu gleich mehr. Pro Eliteeinheit werden 200 Stück der Schädel fällig. Dawn of War 3 ist darauf ausgelegt gespielt zu werden und das massiv. Bei jeder Eliteeinheit können dann ebenfalls drei Doktrinen ausgerüstet werden. Ihr ahnt es sicher schon, auch diese werden mittels „Schädelwährung“ gekauft. Durch die Armeedoktrinen erhalten wir weitere Boni und können so unseren Spielstil bestimmen und stärken.

Multiplayer ja – Koop nein!?

Dass der Titel einen Multiplayer-Modus hat haben wir ja bereits mehrfach erwähnt. Dieser verfügt über unterschiedliche Karten im 1on1, 2on2 und 3on3-Versionen. Leider verfügt Dawn of War 3 über nur einen einzigen Spielmodus, welcher sich an dem MOBA-Genre orientiert.

Das große Ziel im Multiplayer ist es den gegnerischen Energiekern zu zerstören. Keine Sorge Basisbau und Eliteeinheiten gehören mit zum Repertoire. Um aber überhaupt in die Nähe des Energiekerns zu kommen müssen diverse Verteidigungseinrichtungen vernichtet werden. Zuerst müssen wir die Schildgeneratoren zerstören, erst dann können wir die mächtigen Verteidigungstürme angreifen. Im Anschluss daran müssen wir uns um die gegnerische Basis und den Energiekern kümmern. Durch diesen Fokus ist das Spiel sehr gestraft und man hat ein Ziel vor Augen. Klingt ungewöhnlich macht aber verdammt viel Spaß.

Mit letzter Kraft verteidigen wir unseren Energiekern, bleiben aber chancenlos.

Die Partien dauern in der Regeln zwanzig bis vierzig Minuten und spielen sich recht flott. Basisbau, Energiekern, Verteidigungsanlagen, der gegnerische Spieler, Eliteeinheiten und die mächtigen Superwaffen – es gibt allerhand zu tun.

Wie ist es jetzt mit dem Koop?

Grundsätzlich bietet Dawn of War 3 keinen Koop-Modus an, was wir richtig schade finden. Wir können aber trotzdem mit Freunden zusammen zocken. Entweder wir treten im Multiplayer-Modus gemeinsam gegen andere Spieler an oder wir spielen zusammen gegen die K.I. Die K.I. selbst finden wir richtig herausfordernd, oder wir sind so schwach, nobody knows.

Die fetzigen Schlachten unterhalten nicht nur optisch auf höchstem Niveau.

Optik und Finesse

Wir denken das man auf unseren Screenshots die wunderhübsche Optik von Dawn of War 3 sehr gut erkennen kann. Auch musikalisch und soundtechnisch gibt es nichts zu bemängeln. Die Sprachausgabe findet in Englisch statt, wer das nicht verstehen kann oder will freut sich über deutsche Untertitel.

Fazit:

WAAAGH! Dawn of War 3 rockt jedes Haus. Genre-Fans kommen um dieses Spiel nicht herum, es ist einfach der beste Vertreter seiner Art und das seit Jahren. Ich persönlich bin einfach nur froh dass der Basisbau wieder da ist. Schnelles Gameplay, schicke Optik, genügend Tiefe aber leider ohne Koop. Der könnte ja mit einem Add-On noch kommen und das kommt sicher, ist schließlich Serientradition und dann natürlich auch zusätzliche Rassen *hust* Dark Eldar *hust*.

mEssE
Rock You

mEssE

Mitglied der Chefredaktion, Ansprechpartner Leseranfragen
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  • Gesamtwertung 90%

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