Das Spielemagazin für PS4, XBoxOne, 3DS, WIIU und Brettspiele

DARK IM TEST

Die Dunkelheit. Vampire. Eine perfekte Kombination, möchte man meinen. Doch wie perfekt spielt sich DARK wirklich? Seit jeher – Vlad Tepez sollte Vampirfreunden ein Begriff sein – gelten Vampire als mächtig und gefährlich. Wir spielen den noch relativ jungen Eric Bane, unser Abenteuer beginnt in einer verrauchten Diskothek. Keinerlei Erinnerungen, an nichts.

Aus großer Macht folgt große Verantwortung, dass wissen wir nicht erst seit dem ersten Spider Man-Film. Doch Macht muss vernünftig eingeteilt werden! Nachdem wir uns zum gröbsten über unsere Vergangenheit haben aufklären lassen, starten wir das Tutorial (lässt sich auch überspringen) und  gewöhnen uns schnellstmöglich an die Steuerung. Diese ist nämlich, auch aufgrund der teilweise leicht eigensinnigen Kamera, etwas hakelig ausgefallen und größtenteils nur während des simplen Tutorials auf unserer Seite.

Bereits in seiner ersten eigentlichen Mission wird der frischgebackene Vampir mit Horden von Gegnern konfrontiert, deren KI nicht unbedingt in einer sauberen Balance steht. Zwar kann sich unser Held mithilfe seiner Vampirkräfte nach allen Regeln der Kunst an den Gegner heranpirschen und diesen – zu Anfang des Spiels – direkt töten oder aber genüsslich aussaugen, derlei Aktionen sollten aber gut überlegt, da man sehr plötzlich nicht mehr mit seinem Opfer alleine vor Ort sein kann. Eure Gegner gehen nämlich nicht allzu zimperlich mit euch um, wenn es hart auf hart kommt. Mit einer Art Röntgenblick ist es Eric möglich, die Wege und Routen seiner Gegner ausfindig zu machen. Leider ist diese Fähigkeit recht frei von Sinn und Zweck, da währenddessen die Spielgeschwindigkeit verlangsamt wird. So muss zu jeder gegnerischen Handlung ein kleiner Zeitraum dazu addiert werden, was eine eventuelle Planung direkt mal über den Haufen wirft.

Durch das Töten von Gegnern sammelt Eric Erfahrungspunkte, die sich in einem eigenen Menü für neue Fähigkeiten oder aber bestehende Techniken einsetzen lassen wie bspw. eine Verkürzung der Blutsauger-Dauer oder geräuschloseres Erledigen der Gegnerhorden. Töten allgemein wird sehr schnell sehr wichtig für euch, denn das Erringen neuer Fähigkeiten erleichtert das Spielgeschehen – zumindest für den Spieler – um einen nicht geringen Faktor bzw. macht das Spiel erst richtig spielbar.

Eure Umgebung ist in einem Cel Shading-Look gehalten, was sich jedoch bei näherem Betrachten von Charakteren, vor allem in sich wiederholenden Fragen und Antworten, etwas zu stark bemerkbar macht. Ansonsten kann sich diese Art der Grafikspielchen ganz gut sehen lassen, gerade in der Diskothek kommt der Effekt zur Geltung, die Diskothek ist gelungen.

Der Soundtrack ist passend zum Spieltitel selbst finster gehalten, recht passend gewählt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Fazit:

Für einen ersten Versuch im Stealth-Action Genre hat sich Kalypso relativ gut geschlagen. Über kleinere Mängel wie die teils lieblose Vertonung der Dialoge kann man hinwegsehen, KI und Spielbalance jedoch hätten deutlich besser ausfallen können. Für einen Preis von 31,99€ (PC-Version; Xbox360-Version lässt sich für 47,91€ erstehen)  ist das Produkt in seiner Gänze aber vollkommen in Ordnung.

Wertung:

Befriedigend

(c) Steffen Neumann

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag