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Cloudberry Kingdom im Test

Auf dem Xbox Live Arcade Marktplatz tummelt sich derzeit eine interessante Jump´n Run Perle. Der Name ist Cloudberry Kingdom und startet nun als ehemaliges Kickstarter Projekt durch. Wir haben uns das süchtig machende Arcade-Spiel genauer angeschaut und für euch getestet.

In Cloudberry Kingdom erwartet euch von allem etwas. Ein Prise Super Mario garniert mit ein bisschen Giana Sisters. Doch das Spielprinzip dahinter geht noch viel weiter. In der Geschichte geht es darum das die Sphäre zur Oberfläche zurückkehrt. Unser Held Bob soll wieder Ruhe und Ordnung ins Königreich bringen. Eigentlich hatte er schon keine Lust mehr darauf, aber irgendwas hat ihn dann doch dazu bewogen die Prinzessin, die vor Langeweile eingeht, zu retten. Doch will sie das überhaupt? Und was sind das alles für seltsame Kreaturen? Schon nach wenigen Sekunden wird klar: Dieses Spiel nimmt sich nicht wirklich ernst und das ist auch absolut gut so.

Die englische Sprachausgabe wird von deutschen Bildschirmtexten begleitet und hat immer ein Schuss Ironie parat.Die Original englische Synchronstimme kommt dabei vom bekannten Schauspieler Kevin Sorbo, der schon bei den TV-Serien Herkules und Andromeda dabei war und die Hauptrolle in der Parodie Meine Frau, Die Spartaner und ich spielte. Wer jetzt aber denkt, dass unser Held Bob einfach nur in 0815 Klamotten daherkommt, der täuscht sich gewaltig. Ihr habt die Auswahl zwischen zehn verschiedene Heldentypen. Da ist mal ein Vollbart dabei, ein schicker Hut oder mal ein farblicher abgestimmter Anzug. Auch beim Spielmodus habt ihr mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr startet den Abenteuer, die Minispiele oder das freie Spiel. Bis zu vier Spieler können dann im lokalen Mehrspieler und Koop-Modus gegeneinander oder gemeinsam auf die Jagd nach Diamanten gehen.

Grafisch ist Cloudberry Kingdom im Comic-Stil gehalten und verzichtet dabei auf spezielle Effekte oder Animationen. Das ist aber auch völlig egal, da das Spielprinzip schon nach wenigen Sekunden in Fleisch und Blut übergeht. Unzählige verschiedene kurze Level erwarten euch. Manche davon sind in Sekunden, andere wiederum erst nach vielen, vielen Versuchen erledigt. Aber keine Sorge: Unser Held hat unzählige Leben und kann sein Glück so oft versuchen wie er will. Deswegen werdet ihr auch öfters mal sagen: Einmal kann ich noch.

Dank der gut verteilten Checkpoints gibt es auch wenige Frustmomente im Spiel. Kommt ihr allerdings gar nicht mehr weiter und verzweifelt total am Level könnt ihr euch einen Lösungsvorschlag kaufen. Diesen bezahlt ihr mit den eingesammelten Diamanten. Dort wird euch gezeigt, was der Computer machen würde um weiterzukommen. Eine lustige Idee, die ihr bestimmt öfters mal einsetzen werdet.

Doch Cloudberry Kingdom hat noch eine ganz andere Besonderheit. Die Level im Spiel wurden mit einem vollständig zufällig arbeitenden Level-Generator erstellt. Somit ist jedes Level absolut einzigartig und bringt immer neue Facetten mit sich. Und dabei wechselt der Schwierigkeitsgrad von total einfach bis hin zu total zermürbend. Aber das bringt die Motivation weit nach vorne und sorgt für gehörigen Spielspaß. Im Story-Modus gibt es diese Möglichkeiten allerdings nicht.

Was ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist der markante Soundtrack im Spiel. Die Beats passen sich dem Spielverlauf super an und motivieren euch gleichzeitig. Was ihr euch ebenfalls empfehlen ist ein Besuch auf der offiziellen Website zum Spiel. Dort geht es direkt mit einem lustigen Minispiel los.

 

Fazit:

Cloudberry Kingdom ist ein echt abgefahrenes Jump´n Run Spiel. Dank des Level-Generators gibt es immer wieder neue Level zu entdecken, die richtig sauschwer werden können. Trotzdem wollt ihr es immer wieder von vorne versuchen und diesen verdammten Ausgang erreichen. Wenn ihr gerne Diamanten sammelt, über Hindernisse springt und tausende von Level durchspielen wollt, solltet ihr schnellstens 800 Microsoft Points investieren.

Wertung:

Sehr gut

Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag