Bioshock Infinite im Test

Die Bioshock-Serie geht in die dritte Runde. Bereits die ersten beiden Ableger konnten durch eine skurille Story und bombastische Grafiken für Begeisterung sorgen. Nun soll dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt werden. In Bioshock Infinite übernimmt ihr die Hauptrolle von Booker DeWitt und erlebt erneut fantastische Abenteuer. Wir haben die Playstation 3 Version für euch getestet.

Das Spiel beginnt auf dem Meer. Bioshock und Wasser gehörten schon immer irgendwie zusammen. Wir finden uns auf einem mickrigen Ruderboot wieder und werden von zwei Personen zu einem naheliegenden Steg gebracht. Diese beiden Personen haben aber anscheinend nix besseres zu tun, als sich die ganze Zeit zu streiten. Doch schon hier fängt der erste Bezug zur Story an. Schon nach wenigen Sekunden werden wir nicht nur von der genialen Grafik sondern auch von den umwerfenden Soundeffekten in Bioshock Infinite geflasht. Unser Ziel ist eindeutig: Finde Elisabeth. Doch wer ist diese Frau? Und wo hält sie sich auf. Eine mysteriöse Jagd beginnt. Immerhin finden wir im Leuchtturm eine Kiste mit einer Waffe und einem Bild von Elisabeth. Doch worum es sich genau handelt ist uns nicht bekannt.

Nachdem wir auf einen seltsamen Stuhl Platz genommen haben und bereits mit dem Leben abgeschlossen haben, finden wir uns plötzlich in Columbia wieder. Eine schwebende Stadt oder doch der Himmel auf Erden? Zumindest fühlen wir uns wie im Himmel, da uns überall weißgekleidete Christen über den Weg laufen und ihre Gebete sprechen. Eine unheimliches Gefühl, was das Spiel schon zu einer ganz besonderen Inszenierung macht. Columbia wird auch von einem Oberhaupt regiert, der uns von allen Ecken anstrahlt und mit seinen Thesen um sich wirft.  Doch wir haben kaum Zeit uns um das intensive Drumherum zu kümmern. Wir müssen Elisabeth finden. Diese wird seit ihrer Kindheit auf Columbias Monument gefangen gehalten. Bei den Bewohnern wird sie nur das Das Wunderkind bzw. Das Lamm genannt.

Columbia ist eine unglaubliche Stadt, die durch sogenannte Sky-Lines verbunden ist. Diese Art Schwebebahn bringt euch zu den anderen Orten in der Stadt. Eigentlich sind diese Verbindungen für den Gütertransport vorgesehen, aber wir finden natürlich auch noch andere Möglichkeiten sie zu benutzen. Während der Fahrt fühlt ihr euch, als würdet ihr gerade in einer Achterbahn sitzen. Es geht von oben nach unten und von links nach rechts. Eine tolle Idee der Entwickler. Mit dem linken Stick könnt ihr während der Fahrt auch noch einen Schub auslösen um schneller zu werden oder abzubremsen. Columbia bietet aber nicht nur schönen Glanz und mächtige Gebäude sondern auch eine hohe Verteidigung. Jeder der nicht willkommen ist, wird es auf schmerzhafte Art und Weise erfahren müssen.

Nachdem wir nach vielen seltsamen und verwirrenden Geschichten endlich unsere Elisabeth gefunden haben, gehen wir zusammen mit ihr auf die Reise. Dabei sucht eure Partnerin nach passenden Gegenständen oder heilt euch in verzwickten Situationen. Und diese kommen verdammt oft vor. In Columbia gibt es nicht nur Geld und Munition sondern auch Salze und Lockpicks zu finden. Lockpicks sorgen dafür, dass Elisabeth Schlösser knacken kann und somit verschlossene Türen öffnet. Ebenfalls sehr interessant und wieder etwas skurill sind die Risse im Spiel.

Die Risse sind zwischendimensionale Spalten im Raum und Zeit. Nur Elisabeth hat die Möglichkeit solche Portale zu öffnen und kann dort Gegenstände oder andere Dinge besorgen. Dabei gibt es drei Hauptarten . Die Ressourcen-Risse bringen bestimmte Objekte wie Gewehre, Verkaufsautomaten oder Medi-Kits mit sich. Bei den Strukturellen-Rissen kann sich das Erscheinungsbild eines Ortes komplett verändern. So gibt es plötzlich einen Haken oder eine Mauer, die euch im Kampf zur Hilfe kommen können. Die Offensiv-Risse helfen euch dann beim Kampf. Mit einem Automatik-Geschütz oder einem Tesla-Transformator gibt es mächtig Zunder. Die Waffen spielen in Bioshock Infinite sowieso eine besondere Rolle. Booker DeWitt findet davon eine ganze Menge. Allerdings könnt ihr nur zwei Waffen gleichzeitig mit euch führen. Ihr habt also die Qual der Wahl.

Doch nicht nur Waffen sondern auch Kräfte sind wichtig für das Vorankommen. Für diese Kräfte müsst ihr immer genügend Salz finden. Das liegt entweder in ganz Columbia herum oder ist an den Verkaufsautomaten gegen Geld zu erhalten. Wie schon in den anderen Teilen können wir so unsere Gegner mit einem Schlag vernichten oder mächtige Schläge ausführen. Das Spiel bietet mit knapp 10 Stunden Spielzeit eine lange Spielzeit. Dabei sind die ganzen Nebenmissionen aber noch gar nicht eingerechnet. Wer also alles genau untersuchen  und Columbia in seiner ganzen Pracht erleben will, hat einige Stunden mehr vor sich. Grafisch ist Bioshock Infinite wieder ein absolutes Highlight geworden und zeigt wieviel die Playstation 3 auf ihr alten Tage noch auf den Kasten hat. Wie sollen dann erst die Next-Gen Spiele aussehen?

Die deutsche Sprachausgabe ist mehr als gelungen und wird hervorragend präsentiert. Die Sprecher “leben” ihre Rollen richtig und das merkt man auch im Spielverlauf. Die Hintergrundmusik, die Soundeffekte und all die ganzen anderen unzählig vielen Effekte machen den dritten Teil zu einem absoluten Must-Have Game, was ihr euch unbedingt anschauen solltet. Von der ersten Sekunde an werdet ihr in das Spiel hineingezogen und kommt so schnell nicht mehr heraus. Und wenn ihr denkt ihr habt schon alles gesehen, kommt noch eine ganze Menge mehr dazu. Bioshock Infinite verfügt übrigens auch über eine Playstation Move Unterstützung. Dabei dreht ihr euren Move-Controller um eine Exekution auszuführen oder bewegt ihn nach vorne um einen Nahkampf auszuführen. Das klappt ganz gut, auch wenn die normale Steuerung mit dem Gamepad besser von der Hand geht.

Fazit:

Bioshock Infinite ist großes Kino. Ein zunächst verwirrende Story, die immer mehr an Fahrt gewinnt und hinterher sogar richtig tiefsinnig wird. Zusammen mit Elisabeth erlebt ihr unglaubliche Abenteuer in Columbia und deckt seltsame Machenschaften auf. Ein optischer Augenschmaus der euch für Stunden an den Bildschirm fesseln wird und absolut überzeugen kann. Daumen hoch.

Wertung:

Sehr gut

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
Markus

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