Beast Quest bei uns im Test

Ein Action-Adventure für jüngere Zocker

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Der Entwickler Torus Games schickt uns gemeinsam mit dem Publisher Maximum Games in ein Abenteuer namens Beast Quest. Das Action-Adventure orientiert sich an der Zelda-Reihe und ist für den PC sowie die Konsolen XBox One und PS4 erschienen. Die Grundlage für das Spiel bietet die gleichnamige Fantasy-Novelle des Pseudonym-Autors Adam Blade. Wir starten mit unserem Review.

Kleiner Held mit Begleitern

In Beast Quest steuern wir den jungen Ritter Tom durch die Spielwelt. Nach den ersten Schritten in der Spielwelt bekommen wir eine Begleiterin hinzu. Die junge Dame hat einen besonderen Freund, einen riesigen Wolf. Diesen hat sie verletzt im Wald gefunden und anschließend gesund gepflegt. Seit diesem Tag sind sie treue Freunde.

Gemeinsam ist es unser Ziel die Welt von Avantia vom bösen Magier Malvel zu befreien. Dieser hat vier mächtige Biester, darunter beispielsweise ein Drache, verzaubert um sie unter seiner Fuchtel zu kontrollieren und das Land zu unterjochen.

Eigensinniges Kampfsystem

Die Spielwelt an sich ist zwar relativ groß ausgestaltet aber voranschreiten dürfen wir nur auf einem kleinen vordefinierten Pfad. Erkundungsfreiheit suchen wir hier vergebens. Das erinnert uns an die vorige Konsolengeneration [XBox 360, PS3] und will 2018 nicht mehr so recht ins Bild passen.

In der Welt selbst können wir uns frei bewegen. Ähnlich wie in MMOs lassen sich überall fix platzierte Gegnergruppen finden. Schreiten wir an sie nah genug heran beginnt der eigentliche Kampf.

Hier befinden wir uns im ersten Bosskampf.

Der Kampf selbst läuft in rundenbasierter Manier ab aber in Echtzeit. Wir attackieren in der Regel immer der vordersten Gegner der in der Mitte steht, außer natürlich wir zaubern einen Flächenangriff. Haben wir den ersten Gegner vernichtet stellt sich der nächste in die Mitte und das Spiel mit dem Kampf beginnt erneut. Wir können zwar blocken sowie nach rechts oder links ausweichen aber ein wirklich geschmeidiges Gefühl bei diesem Kampfsystem will nicht richtig aufkommen.

RPG light

Damit Beast Quest etwas Tiefgang bekommt wurde ein RPG-System integriert. Dieses ist nicht wirklich umfangreich aber sorgt doch für etwas Abwechslung. Der Skilltree selbst ist in zwei Bäume unterteilt. Die linke Seite verbessert unsere Standardwerte wie Leben, Angriff, Verteidigung und kritische Treffer. Auf der rechten Seite schalten wir uns neue Fähigkeiten frei wie Flächenangriffe (Feuer, Eis, Wind) oder eine erhöhte Angriffsgeschwindigkeit.

Dazu gesellen sich noch zwei Arten von Tränken für Leben sowie Zauberkraft. Und wir können Verbündete herbei rufen die einen verheerenden Angriff starten und richtig Schaden austeilen. Unsere bereits oben erwähnte Begleiterin ist beispielsweise möglich sowie alle besiegten „Boss-Biester“.

Die Steuerung selbst ist auf Gamepads ausgelegt, am PC kann das Spiel aber auch mit Maus und Tastatur gesteuert werden. Funktioniert im Kampf sehr gut, in den Menüs aber überhaupt nicht. Man merkt das die Geschichte in erster Linie für Konsolen optimiert ist.

Die Ausrüstung dürfen wir auch minimal ändern. Wir erhalten während des Spielverlaufs unterschiedliche Outfits die aber nichts an unseren Charakterwerten verändern – eine rein optische Änderung. Ein einziges Utensil dürfen wir ausgerüstet haben welches uns geringe Boni gewährt. Eine Loot-Spirale ist also nicht vorhanden. Mit dem gefundenen Gold können wir ebenfalls nichts anfangen, was das System ad absurdum führt.


Beast Quest findet ihr für 39,99€ auf dem PC via Steam sowie auf XBox One und PS4

65%

Beast Quest ist ein gutes Spiel für Neueinsteiger in dieses Genre, frische Spieler, sowie für jüngere Zocker. Die erfahrene Elite wird schnell unterfordert sein, zu seicht und optisch einfach ist das Dargebotene. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  • Grafik 66%
  • Sound 65%
  • Atmosphäre 67%
  • Steuerung 54%
  • Umfang 75%

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