Battlefield 1 – Die Geschichte der „Krieg im Ballsaal“ mal anders

Man sagt am Ende eines Regenbogens findet man einen Schatz… doch was wir fanden, war gewiss kein Schatz… sondern Qual, Verderben und Tod. Wir schrieben den 21. Februar 1916, mein Name ist Rudolf vom Petersberg, seinerzeit General der 52. Division der Armee des deutschen Reiches und dies ist meine Geschichte. Im Winter um 1915/1916 starteten wir eine Großoffensive in Richtung Westen, genauer hin zur Maas um Verdun. Wir wussten genauestens welche Schwachstellen die französischen Verteidigungslinien an diesen Stellen hervorbrachten. Also begannen wir etwa 330.000 Mann stark unseren Aufmarsch um die Franzosen überraschend und schnell ausbluten zu lassen.

Unsere Offensive ging sodann sehr schnell und mit geringen Verlusten, ich musste lediglich nur etwa 10.000 Kameraden als vermisst oder tot melden. Wir richteten stark bewachte Frontlinien ein und die Offiziere und Ranghöheren holten ihr Weib nach Verdun, um einen Ball im dortigen Schloss auszurichten. So sollte es sein, am Abend des 21. Februars tanzten und frohlockten wir im Ballsaal des Schlosses. Doch im Laufe des Abends begingen die Kronleuchter an zu wackeln und es hörte sich nach Donner an. Verwundert rannten wir nach draußen, als uns sogleich eine Brieftaube entgegen kam. Der Inhalt, welcher in diesem Brief vermerkt war, ließ mir den Blick einfrieren und die Gesichtszüge entgleisen…..

Ein Spion welcher hinter feindlichen Linien eingesetzt war schrieb: „Die Alliierten blasen auf bitten der Franzosen zu einem mächtigen Angriff mehrere Hunderttausend Infanteristen und hunderte von Flugzeugen sind auf dem Weg zu Ihrer Position!“ Sofort zog ich alle Befehlshaber zusammen zu einer Notsitzung, was sollten wir also tun, kapitulieren? Kommt nicht in Frage, versuchen dem Angriff Stand zu halten? Dafür waren wir zahlenmäßig viel zu unterlegen,also planten wir einen schnellen und taktischen Rückzug. Doch genauso überraschend wie das Eintreffen der Taube, war auch das Eintreffen der feindlichen Armeen, da waren wir also eingekesselt vom Feind und abgeschnitten von der Außenwelt auf uns allein gestellt. In den darauf folgenden Tagen tobte ein bitterer Kampf, der Feind dünnte uns immer mehr aus und die Vorräte gingen zu neige, aus Mangel an Wasser suchten wir sogar zwischen den Gefallenen nach Trinkflaschen, in welchen vielleicht noch ein Rest Wasser war. Doch meist war die Feindeskugel schneller als der Fund.

Da waren wir also, 7 Mann übrig und zusammengefercht wie Vieh auf der Suche nach einem Ausweg aus dieser Hölle ! In dem entlegenen Winkel eines Kellers der uns Schutz bat, umhäuft vom Leid und Leichen, fanden wir eine Karte die diesen verbrannten Fleck Erde zeigte und den Weg zu einem angrenzenden Wald. So sollte es sein im blutbefleckten sonst so feldgrauen Soldatenkleid, richteten wir uns auf, wir nahmen unsere Tornister und befüllten sie mit den letzten Tropfen Wasser die wir noch finden konnten. Im Anschluss suchten wir zwischen den Gefallenen nach Munitionsresten und nahmen diese ebenso, dann schulterten wir unsere Gewehre und setzten zum eigenem Schutze und Volkes Ehre unsere Helme auf. Viele Stunden gar ein Tag vergingen und das grollen der Bomben und donnern der Schüsse nahm ab in uns erwachte ein neuer Geist, ein Geist der auch in dunkelster Stunde uns noch in Richtung Freiheit reißt. Wir fassten also all unseren Mut zusammen, durchtränkt mit dem Geiste der Freiheit gab es für uns nur einen Befehl – marschieren… marschieren durch Feindesgefilde bis hin zur Obhut unseres Landes.

Wir verließen vorsichtig den Keller und spähten heraus, es war ruhig geworden, die Alliierten zogen bis auf vereinzelte Bataillone ihre Truppen ab, wohlwollen in dem Gedanken gesiegt zu haben. In Anbetracht der Situation gingen wir also fort, schnellen und entschlossenen Tritts durch ein Meer aus Blut, Schmerz und Trauer. Unser einziger Anhaltspunkt war die Karte und diese navigierte uns in Richtung Nordosten. Kaum ein paar Hundert Meter sind wir vorangekommen als wir auch schon das erste kleine alliierte Wachbataillon sahen, da standen wir also und in unserem Antlitz der Feind. Wir waren 7, sie waren 5, ich befahl unserem Trupp den Feind einzukreisen und gezielt auszuschalten, wenige Minuten später blitzen schon die Mündungen unserer Gewehre und die Helme der Feinde schlugen Funken als unsere Patronen sie durchdrangen. Geschafft, ein kleiner Erfolg auf unserem Weg aber ein großer Schimmer der Hoffnung für uns.

Wir schritten voran und sahen in der Ferne ein kleines Gehöft, dies sollte also unser nächstes Ziel sein. Nach etwa 1,5 Stunden Marsch erreichten wir das Gehöft, allerdings fanden wir es anders vor als gedacht, auch hier hat der Krieg gewütet, das Vieh war tot, die Anwohner hingerichtet. Alles was wir noch vorfanden waren Lebensmittelvorräte, an denen wir uns stärkten, wir verweilten hier einige Stunden um dann gestärkt unseren Weg fortzusetzen. Vor Antritt unseres Weges schlug ich noch einmal die Karte auf, Tatsache, das Gehöft war eingezeichnet auf unserem Weg und unweit war ein Wald eingezeichnet, war dies der Berüchtigte „Wald der Argonnen“? Sollte dem so sein, ging der wahre Kampf ums Überleben erst richtig los, denn um diesen Wald rankten sich Geschichten wie Efeu um einen Baum……..

Eingereicht von unserem Leser Manuel S. von seiner Facebook Seite Bahama EntertainInc.

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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