Batman: The Enemy Within bei uns im Test

Kann auch die zweite Staffel überzeugen?

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Die Adventure-Spezialisten von Telltale Games brachten mit Batman: The Enemy Within endlich die zweite Staffel auf den Markt. Wir verkörpern natürlich den dunklen Ritter, „Ich bin Batman!“. Wie immer bei Telltale unterteilt sich auch Batman: The Enemy Within in fünf Episoden. Wir treffen auf das „Who is Who“- der Bösewichte. Wir legen uns mit dem Riddler an, der Koloss Bane darf ebenso wenig fehlen. Der Joker alias John Doe, sowie seine Flamme Harley Quinn sind ebenfalls mit dabei.

Um dieser Übermacht entgegentreten zu können, benötigt auch ein Held wie Batman Hilfe. An seiner Seite darf man natürlich den Butler Alfred erwarten, seine (wahre) Liebe Catwoman feiert ebenfalls einen glorreichen Auftritt und vielleicht steht sogar der Joker direkt neben ihm?!

Es gibt also viel zu tun, wir starten mit unserem Test.

Episode 1 – Das Enigma

Die erste Episode startet mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Der Entwickler gibt Vollgas, Batman: The Enemy Within, legt ein gutes Tempo hin und zieht uns somit sofort in seine Spielwelt. Wir treffen das erste mal auf den Riddler und seine Gang. In einem kleinen, schäbigen Casino bedrohen sie einen „Geschäftsmann“, einen Waffenlieferanten welcher nicht mehr mit dem Riddler zusammenarbeiten möchte. Wir schreiten natürlich ein und erleben das erste heftige Aufeinandertreffen zwischen dem Helden und dem Bösewicht.

Der Riddler kann schlussendlich entkommen und wir dürfen Bekanntschaft mit der Agency machen. Diese, über der Polizei stehende Organisation, wird von Amanda Waller und einigen Spezialermittlern dargestellt. Eines steht sofort fest, wir mögen die Dame nicht. Unsympathisch, überheblich und Menschenverachtend tritt die Dame auf. Unser alter Freund, Commissioner Gordon und Batman bekommen eine neue Chefin vor die Schnauze gesetzt. Anschließend dürfen wir die ersten Rätsel des Riddler lösen:

Wie bereits in der ersten Staffel müssen wir in Detektivarbeit diverse Schauplätze untersuchen und die unterschiedlichen Hotspots miteinander verbinden. Bereits in der ersten Episode müssen wir einen herben Verlust hinnehmen. Lucius Fox, seines Zeichens Technologiespezialist und Gadget-Lieferant von Batman, wird durch einen Raketenanschlag getötet. Der Riddler steckt dahinter, es wird also eine persönliche Angelegenheit. Durch das lösen der Rätsel und der Hilfe des Jokers können wir den Riddler schließlich auf einem Boot zum finalen Showdown antreffen. Wir erfahren von einem mysteriösen „Pact“, einer Vereinigung von Superschurken dessen Boss der Riddler gewesen sein soll.

Episode 2 – Was sich darunter verbirgt

Auch die zweite Episode lamentiert nicht lange herum, die Action startet quasi direkt von Beginn an. Während unserer Nachforschungen treffen wir auf einen Hünen, einen wahren Koloss, dieser stellt sich mit dem Namen Bane vor. Sofort geht es in den In-Fight, Batman weiß durchaus wie man dem großen Klotz Respekt bei bringt. Als sich Bane ein grün schimmerndes Mittel spritzt wendet sich aber das Blatt. Er scheint unendliche Kraft zu erhalten, Batman wird vermöbelt – man kann seinen Augen fast nicht trauen. Der dunkle Ritter war am Boden, lag da zum Sterben bereit aber das beherzte Eingreifen eines Mechanikers rettete ihm das Leben.

Zurück in der Bathöhle musste Alfred unsere Wunden versorgen. Eine neue Strategie musste her. Ein einziger Anhaltspunkt blieb übrig, wohl oder übel mussten wir den Joker anrufen um auf einen Deal einzugehen. Dieser hat Bruce Wayne nämlich angeboten ihn seinen „besonderen Freunden“ vorzustellen. Ein gefährliches Spiel startet, wir müssen den Batsuit zurück lassen um als Bruce den Pact infiltrieren zu können. Nun lernen wir Harley Quinn und Mr. Freeze kennen. Harley hat das Zepter vom Riddler übernommen und führt allem Anschein nach die Gruppe an. Diverse Tests und schwierige Entscheidungen müssen wir als Bruce Wayne durchmachen aber wir brauchen das Vertrauen der Gruppe, wir müssen herausfinden was sie im Schilde führen, nur so können wir Gotham und seine Einwohner retten.

Episode 3 – Zerbrochene Maske

Episode 3 steht dann ganz im Zeichen von Catwoman. Ursprünglich wurde sie vom Riddler angeheuert um einen wichtigen Gegenstand zu „besorgen“. Die Situation im „Pact“, dem nun auch Bruce Wayne und Catwoman angehören, wird zusehend explosiver. Eine Ratte, ein Verräter wird vermutet aber noch ahnt niemand dass wir es sind. Um Spoilerfrei bleiben zu können werden wir zu dieser Episode nicht mehr sonderlich viel schreiben, ihr sollt den Titel nämlich selbst Spielen und keine Komplettlösung lesen.

Grundsätzlich aber steht die Beziehung von Batman und Catwoman im Mittelpunkt dieser Episode. Dass ihre Beziehung nie ganz einfach war durften wir bereits in der ersten Staffel von Batman lernen. Man kann sich aber aufeinander verlassen trotz diverser „Meinungsverschiedenheiten“:

Zudem werden in Episode 3 etliche in das Geheimnis von Bruce Wayne eingeweiht. Catwoman darf erfahren das wir Batman sind, ebenfalls die extrem intelligente Tiffany – Tochter von Lucuis Fox. Außerdem weiß die Agency Bescheid, woher auch immer. Wer weiß es sonst noch? Wem können wir trauen? Die Beziehung zwischen Bruce und dem Joker wird auch immer familiärer, der wahnsinnige Clown ist sogar ein Fan von Batman. Oder ist der Joker einfach nur ein guter Schauspieler? Auch in Episode 3 hilft uns der Joker wesentlich weiter, wir empfinden sogar so etwas wie Freundschaft für ihn.

Die dritte Episode schließt mit einem außergewöhnlichen Cliffhanger. Die Ratte wurde enttarnt, wir sollen entscheiden ob Bruce oder Catwoman eingefroren und anschließend sterben muss. Opfern wir uns für die Liebe? Verraten wir unsere „Frau“? Wie sollen wir da nur wieder rauskommen?

Episode 4 – Schurken von Vaudeville

Harley und ihre Bande sind auf der Suche nach dem Lotus-Virus. Dieser verspricht ein Allheilmittel gegen alle möglichen Krankheiten zu sein. Die ganze Sache hat nur ein Problem, wer es zu sich nimmt schädigt zeitgleich seine Gehirnchemie. Dies führt zu irreparablen Schäden wie man es am Riddler bewundern konnte. Klar wie Kloßbrühe das sich Bruce aus der Falle befreien kann. Die Zeit ist reif als Batman ein paar Ärsche auf zu reißen.

Mitten im Gefecht erweist sich John alias der Joker als wertvoller Verbündeter, erneut rettet er Batman das Leben. Die Beziehung zwischen den zwei „Freunden“ wird immer komplexer und angespannter. Mehrmals müssen wir in dieser Episode entscheiden ob wir dem Joker vertrauen oder ob er dem Wahnsinn verfallen ist. Beim großen Showdown, auf einer Brücke – am Rande Gothams, müssen wir eine schwerwiegende Entscheidung fällen um anschließen mit deren Auswirkungen zu leben.

Episode 5 – Wer zuletzt lacht

Episode 5 ist das absolute Highlight von Batman: The Enemy Within. Noch ist Bruce/Batman mit dem Joker befreundet aber wird das auch zum Ende hin noch so sein? Telltale Games hat zwei verschiedene Arten des Jokers integriert, das sorgt für Spannung. Je nachdem wie unsere Entscheidungen aussehen verhält sich der Joker dann zu uns.

Selbst der Pakt (Bane, Harley Quinn und Catwoman) taucht wieder auf. Diese werden von der Agency mittels Halsband unter Kontrolle gehalten und attackieren nun Batman – ob sie wollen oder nicht.

Der Showdown findet in einer verlassenen Fabrik „Ace Chemicals“ statt. Dort geht es Schlag auf Schlag. Sollen wir den Agenten vor dem Joker beschützen? Wer hat verdammt nochmal den Riddler getötet? Können Batman und Joker wirklich Freunde sein? Erschafft Batman durch seinen „Wahnsinn“ erst die ganzen üblen Verbrecher? Fragen über Fragen und sie alle werden beantwortet. Am Ende wartet dann wohl die schwierigste Entscheidung auf uns:

85%

Telltale Games hat mit Batman: The Enemy Within ein großartiges Adventure erschaffen. Es punktet durch seine wendungsreiche Geschichte sowie durch einen großartigen Joker. Die Beziehung zwischen ihm und Batman ist wahrlich einzigartig. Wie üblich warten tonnenweise schwere Entscheidungen auf uns. Man darf gespannt sein wie sich die dritte Staffel schlagen wird und die muss einfach kommen...

  • Grafik 85%
  • Sound 85%
  • Umfang 80%
  • Story/Atmosphäre 90%
  • Steuerung 85%

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