Angespielt – Mirror’s Edge Catalyst (Closed Beta)

Wir haben die geschlossene Beta von Mirror’s Edge Catalyst ausführlich angespielt und verraten, ob Runnerin Faith auch im zweiten Durchlauf überzeugen kann oder die Sportschuhe langsam anfangen zu müffeln. Außerdem gibt es einen kleinen, emotionalen Rückblick auf den Vorgänger. Autor: Dennis.

Mirrors Edge Beta Thumb

Fortsetzungen sind meist ’ne heikle Angelegenheit. Besonders dann, wenn sie so lange auf sich warten lassen. Alles muss besser, schneller und bombastischer werden, sonst könnte man ja gleich nochmal zum Vorgänger greifen, der für die hohen Erwartungen an das kommende Zweitwerk schließlich verantwortlich ist. Im Fall von Mirror’s Edge und knappe 8 Jahre (!) zurück, langte ich damals ziemlich unbedacht ins Regal des Videospielhändlers meines Vertrauens und hielt dann dieses angeblich total innovative Stück Software misstrauisch in Händen. Bundesjugendspiele to go? Na vielleicht reicht es ja für eine Teilnehmerurkunde.

Mit dem fast schon kindlich naiven Gedanken, einen mäßigen Ego-Shooter ohne Schießen, dafür aber mit einer Menge Laufkraft und vermeintlichem Sportschuh-Productplacement erworben zu haben, fand ich mich wenige Tage in einer viel zu dunklen, schlecht belüfteten Wohnung wieder, in der sich zu allem Überfluss auch noch Geschirr und volle Aschenbecher stapelten. Zufällig meine Wohnung.

Nach sportlichem Ehrgeiz sah das nun wirklich nicht aus. Mehr so, als könnte ich mal wieder liebevolle Motivation in Form einer zärtlichen Ohrfeige gebrauchen. Doch weit gefehlt. Motivierter denn je, peitschte ich die athletische Faith über riesige Wolkenkratzer einer futuristischen Großstadt, um die bestmögliche Wertung aus dem jeweiligen Abschnitt zu kitzeln. Für joggen war nun wirklich keine Zeit mehr.

Mirror's Edge Catalyst (13)

Laufen, springen, rutschen. Während meine Sicht auf schulische Sportveranstaltungen im echten Leben meist durch Blätter und Äste verdeckt wurde und ich Freunde durch dichtes Gebüsch (ein empfehlenswertes Versteck für Leistungsverweigerer beim Schulsport) zu Höchstleistungen antrieb, was wenig später zu golden schimmernder Jugendzimmer-Dekoration und stolzen Eltern führen sollte, hatte meine Tarnung in Mirror’s Edge endlich ein Ende. Als fleischgewordene Reinkarnation eines modernen Sportbekleidungs-Werbespots wurde ich zum Prototypen schneller Schritte, machte feindlichen Soldaten den Garaus, kämpfte gegen das Duckmäusertum einer konformistischen Gesellschaft und ganz nebenbei um die Bestzeit. Doch völlig unkontrolliert ließen sich meine flinken Bewegungen irgendwann überhaupt nicht mehr abbremsen und steuerten auf den nächsten Abgrund zu. Vom genialen Ambient-Soundtrack begleitet, segelte ich metertief in den digitalen Abgrund.

Vorbei an unzähligen Fensterscheiben, sollte mich vom harten Asphalt nur noch der Gedanke trennen, ob es das alles wert war. Oh Gott, das Leben hat keinen Sinn. Was soll ich jetzt bloß tun? „Doch, Digga, tönte die innere Stimme, du könntest dir zum Beispiel einen neuen Controller kaufen!“

Mirror's Edge Catalyst (3)

Keine Panik. Ich bin sozusagen Still Alive. Und übrigens, wobei das sicherlich ziemliche Ansichtssache sein mag, auch nicht verrückt geworden. Nur mal wieder ein wenig emotionaler und hart unter Zeitdruck. Der Hype Train rollt gleich im Bahnhof meiner Gefühle ein und wenn die Fensterplätze schon belegt sind, krieg ich ’nen Schreikrampf. Oder die Version mit den nassen Augen. Wählen Sie mit Bedacht. Der Grund für all das bedeutungsschwangere Gelaber und die gewohnt schwülstigen Vergangenheits-Analogien? Die Beta von Mirror’s Edge Catalyst.

Und falls das jetzt in den vorigen Abschnitten nicht so rübergekommen sein sollte, ich habe den ersten Teil geliebt. Mehr als den Geruch neuer Sportschuhe, die mit abgerundetem Haken oder sechs Buchstaben an der Seite nicht nur Fortbewegung, sondern auch Fortschritt darstellten und bekanntermaßen so etwas wie Neuwagen-Feeling für sehr junge Füße bedeuten. Das will was heißen.

Mirror's Edge Catalyst (4)

Jedenfalls hatte ich keine großen Erwartungen an Mirror’s Edge, war aber dennoch recht skeptisch, ob der Mix aus Action-Adventure und Jump ’n‘ Run in der Ego-Perspektive wirklich funktionieren könnte. Entgegen jeglicher Befürchtungen, war ich allerdings sofort gefesselt. Das Gameplay galt zu diesem Zeitpunkt als wirklich einzigartig und entpuppte sich mit all seinen Feinheiten im Bewegungsschema der frechen Faith recht zügig als eines dieser Spiele, die zwar schnell zu erlernen, aber nur schwer zu meistern sind. Während der Story fiel das nur bedingt auf, im separaten Time Trial-Modus bekam ich aber schnell schwitzige Hände. Für die volle Punktzahl und einen einigermaßen akzeptablen Platz in den weltweiten Ranglisten, galt es, unzählige perfekte Durchläufe zu starten, versteckte Routen zu entdecken und den eigenen Wahnsinn zu besiegen. Das motivierte mich wie kaum etwas zuvor, was wohl daran liegen mag, dass sich alles so extrem dynamisch anfühlte und durch die Darstellung in der Ich-Perspektive und ein nicht vorhandenes HUD echtes Mittendrin-Feeling aufkam. Was mich aber noch viel mehr in den Bann zog, waren das Setting und seine Charaktere.

Zugegeben, viel wollte Mirror’s Edge nicht über sich erzählen. Das Ganze blieb viel mehr eine angeschnittene Beschreibung möglicher Gegebenheiten, die der Parcours-Action einen gewissen Handlungsrahmen verlieh. Zusammen mit der Umwelt, einem kargen urbanen Dschungel, der klinisch rein fast nur aus weißen Farbgebungen bestand und ein Spiegelbild der kalten Gesellschaft darstellen sollte, ergab sich allerdings ein recht spannendes Bild aus interessanten Persönlichkeiten und ethischen Fragestellungen mit hübscher Optik. Gern wäre man tiefer eingetaucht in das Universum der unterjochten Freidenker im totalitären Regime. Die rebellische Faith, die diesem System gerne mal den Mittelfinger entgegenstreckt und sich aufgrund ihres Jobs als Runnerin schnell zur Staatsfeindin Nummer 1 entwickelt, hätte dafür massig Potential geboten.

Mirror's Edge Catalyst (14)

Aber auch spielerisch machte der Titel den Eindruck, als hätte man es teilweise mit einer Testversion zu tun. Das Movement funktionierte zwar einwandfrei, doch war die eigene Bewegungsfreiheit in den schlauchartigen Levels stark begrenzt. Und obwohl Mirror’s Edge von DICE entwickelt wurde, fühlten sich die Shooter-Passagen wenig befriedigend an. Mit einer Hit-Detection vom Mond und dem merkwürdigen Gefühl im Hinterkopf, dass Faith ja eigentlich nur eine ganz normale Botin für Informationen aller Art ist, verkam die Waffe in der virtuellen Hand schnell zum Fremdgefühl im gesamten Spiel. Dann doch lieber die pazifistische Variante, für die es sogar einen Erfolg / eine Trophäe gab.

Was am Ende blieb, war eine neue IP mit massig Underdog-Charme, die sich war zwar nicht an allen Ecken richtig anfühlte, aber irgendwie doch im Herzen blieb und vor allem Lust auf mehr machte. Dass dieses mehr fast acht Jahre dauern sollte, schmerzt rückblickend fast mehr, als der hundertste Versuch an einer der Bestzeiten im Time-Trial-Modus. Doch die Ziellinie ist fast erreicht. Mirror’s Edge Catalyst erscheint am 6. Mai und macht bereits jetzt, in der geschlossenen Beta, eine verdammt gute Figur.

Mirror's Edge Catalyst (5)

Wer wacht schon gerne in einer Gefängniszelle auf? Faith jedenfalls nicht. Die freiheitsliebende Revoluzzerin musste die letzten Jahren in einer kargen Räumlichkeit verbringen, was wohl so gar nicht ihrem Naturell entspricht. Mürrisch hebt sie sich von ihrer unbequem wirkenden Schlafmöglichkeit und wartet auf die bevorstehende Entlassung. Selbstverständlich sitzt unser Alter-Ego nicht wegen schwerem kriminellen Werk wie etwa Mord ein, sondern weil sie Informationen unterhalb des Radars der Regierung übermittelt. In Glass City, dem Schauplatz unserer zukünftigen Parcours-Einlagen, trotzdem ein echtes Verbrechen. KruegerSec, ein Konzern, der ähnlich wie Monarch in Quantum Break, anscheinend die Rolle der Regierung übernommen hat und seither eine eher konformistische Ideologie vertritt, lässt solche Taten nämlich nur ungern zu.

So ganz Vogelfrei sollen wir dann aber eigentlich doch nicht sein, denn das KruegerSec-Oberhaupt weiß natürlich über Faith‘ Fähigkeiten Bescheid und hätte sie gerne für seine Dienste im Einsatz gesehen. Etwas unrealistisch, aber ja vielleicht doch genau so gewollt, dürfen wir den Weg zum abfahrenden Gefangenentransport selbst antreten, was letztendlich dazu führt, dass sich kurz vor besagter Mitfahrgelegenheit eine kleine Seitentür öffnet, hinter der uns Kollege Icarus ein rettendes Angebot und zudem mit dem beatLink vertraut macht. Das neue elektronische Equipment zeigt uns fortan den richtigen Weg in Form der bekannten Runner-Vision, die entsprechende Objekte in rotem Farbton hervorhebt und somit das zügige Vorankommen erleichtert. Die Funktionstüchtigkeit des neuen Gadgets wird in folgender, längst überfälliger Fluchtsequenz auch gleich mal auf die Probe gestellt. Unter Sirenengeheul und Scheinwerferlicht wetzen wir über die Dächer der dystopischen Großstadt. Obwohl die Umgebung eine völlig neue ist, fühlen wir uns dabei sofort zuhause. Das Movement hat keine besonderen Änderungen erfahren und profitiert somit vorwiegend von alten Stärken. Veteranen des ersten Ablegers finden sich also sofort zurecht und nehmen jede Hürde mit Leichtigkeit.

Mauern, Zäune und Geländer wollen nach wie vor mit einem gut abgepassten Sprung überwunden werden und einen Fall aus großer Höhe federn wir mit einer Abrollbewegung ab. Ausgeführt werden diese Aktionen immer noch über den linken Button und den linken Trigger, was am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig erscheint, aber schnell in Fleisch und Blut übergeht. Wichtig ist auch hier das Timing. Springen wir genau im richtigen Moment, wird Faith immer schneller. Später kommen dann noch Aktionen wie das Heben der Beine im Sprung dazu, um nicht unnötig an Geschwindigkeit auf übersprungenen Oberflächen zu verlieren. Entsprechende Objekte werden dabei wieder Rot markiert und sind somit leicht zu erkennen. Eine weitere Hilfe bei der Orientierung stellt nun eine ebenfalls rote Sphäre dar, der wir eigentlich nur folgen müssen, um ans Ziel zu kommen. Leider funktioniert das nicht immer so wie man sich das wünschen könnte, denn gerne verlieren wir den farbigen Geist aus den Augen, weil wir schneller als sein Intervall waren. Hier darf noch verbessert werden. Zu engstirnig sollten wir dieser Sphäre ohnehin nicht folgen. Sie zeigt nur einen möglichen Weg, jedoch nicht immer den schnellsten.

Mirror's Edge Catalyst (11)

Neu und auf jeden Fall funktionierend sind hingegen die Gegner. Wachmänner und Paramilitärs tauchten zwar schon im ersten Teil auf, doch in Catalyst wirken sie wesentlich ausgereifter und intelligenter. Zudem lässt sich ein Angriff auf sie nun direkt mit einem Wallrun oder sonstigen Kunststücken verbinden, was der allgemeinen Dynamik gehörig zugute kommt. So kann es schon mal sein, dass wir im vollen Lauf auf ein solches Duo mit Schlagstock und Elektroschocker treffen, diese aber gekonnt aus der Bewegung heraus ausknocken, ohne dabei anhalten zu müssen. Fühlt sich wirklich schnell und flüssig an. Sollte es aufgrund fehlender Wände oder dergleichen doch mal zu einer direkten Auseinandersetzung mit den Ordnungshütern kommen, führt Faith jetzt auf Knopfdruck eine flinke Ausweichbewegung in alle möglichen Richtungen aus. Den Waffen hat die junge Dame nun anscheinend völlig abgesagt. Wir verlassen uns voll und ganz auf ihre Schlagfertigkeit und fremdeln endlich nicht mehr mit einer Shotgun in der Hand.

Nach ein paar knappen Sprüngen und waghalsigen Schlägen unter die Gürtellinie eifriger Wachmänner, erreichen wir unser schützendes Zuhause, The Lair, das Nest. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn immer wieder entdecken wir Tauben auf den weißen Hausdächern von Glass City, mit denen sich die Runner, aufgrund ihrer Persönlichkeit und Wohnsituation, anscheinend sehr gut identifizieren können. Um das Story-Blabla, das aber wirklich gut und spannend inszeniert ist und im Vergleich zum Vorgänger schon in den ersten Minuten wie ein dickes Buch wirkt, mal abzukürzen, kommen wir am Besten sofort zu einer der großen Neuerungen in Mirror’s Edge Catalyst. Der Open-World.

Nach erfolgreicher Flucht und einem netten Wiedersehen mit alten Kollegen, die dem Spieler aber völlig fremd sein dürften, steht uns die Karte von Glass City nun nämlich völlig offen. Der riesige Spielplatz aus Wolkenkratzern füllt sich schnell mit etlichen Nebenaufgaben, Collectibles und allerhand zeitbasierten Herausforderungen, in denen auch interessante Nebencharaktere Gehör finden. Und selbst, wenn sich am Ende doch alles nur ums Laufen und das Erreichen einer bestimmten Stelle in einer bestimmten Zeit dreht, fühlt sich die zusammenhängende Welt in Catalyst wesentlich glaubwürdiger an, als noch die zerstückelten Level aus dem ersten Teil. Außerdem macht es wahnsinnig viel Spaß, einfach über die Karte zu laufen und dabei ein wenig das eigene Können zu trainieren. Eine Schnellreise gibt es zwar nicht, doch lassen sich mögliche Aufgaben mit einem Wegpunkt markieren und dank der modernisierten Runner-Vision im Nu erreichen. Und irgendwo gibt es immer etwas zu tun. Ob nun Hauptstory, die diesmal erstaunlich viele Emotionen spielen lässt, Nebenaufgaben, um KruegerSec eins auszuwischen, Botengänge oder der Bestzeiten-Kampf von A nach B für einen Platz in den Online-Leaderboards. Das bringt auf jeden Fall schon mal eine gehörige Abwechslung in den gewohnten Trott aus Laufen und Hüpfen, ob das wirklich für ein komplettes Spiel begeistern kann, wage ich noch zu bezweifeln. Zudem alle Aktivitäten relativ inhaltsgleich sind und auch sonst keinen Innovationspreis gewinnen. Um den Funkverkehr von Kruger zu stören, müssen wir beispielsweise die Batterie eines Funkturms zerstören. Das läuft bereits in der Beta stets gleich ab und besteht lediglich aus dem Erledigen von ein paar Feinden und der Zerstörung des Kerns und endet immer darin, dass uns ein Hubschrauber der Ordnungswächter an den Fersen heftet, den es abzuschütteln gilt.

Mirror's Edge Catalyst (10)

Etwas ermunternder scheint da schon das neue Upgrade-System zu sein. Durch alle möglichen Aktionen und sogar das Finden von sonst eher belanglosen Sammelobjekten, erhalten wir Erfahrungspunkte, die wir aber einer bestimmte Summe in Fähigkeitenpunkte verwandeln. Die dürfen dann in einem hübsch gestalteten Menü in neue Kunststücke, mehr Schaden gegen bestimmte Gegnertypen oder neue Ausrüstung investiert werden. Sogar ein Greifhaken für noch mehr Agilität lächelt uns im Verbesserungsmenü entgegen. Der stand in der Beta allerdings noch nicht zur Verfügung.

In Sachen Grafik sieht Mirror’s Edge auch im zweiten Anlauf verdammt hübsch aus und kann vor allem durch die stilisierte, futuristische Optik und ein weitestgehend flüssiges Geschehen während der flotten Action punkten. Weitestgehend, denn ab und zu stürzt auch die Framerate gerne mal in die Tiefen der Hochhausschluchten, was aber noch der Beta-Phase geschuldet sein mag. Charaktere schauen recht detailliert aus, wobei man merkt, dass das Hauptaugenmerk vorwiegend auf Faith , die sich nun wesentlich häufiger irgendwo spiegelt und ihr markantes Gesicht in den zahlreichen Cutscenes zum Besten gibt, gelegt wurde und andere virtuelle Darsteller nicht ganz so ansehnlich in Erscheinung treten. Trotzdem macht der Hochhaus-Marathon wieder eine richtig schicke Figur und besticht erneut durch den unverwechselbaren Stil aus wenigen, aber dafür umso intensiveren Farbgebungen in der Umwelt. Frei nach dem Motto: Bloß nicht runterschauen, erwartet uns in den Straßenschluchten nicht nur angesichts der Höhe ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend. Auch Texturen und Detailgrad lassen hier stark zu wünschen übrig, was in der schnellen Action zwar ohnehin nicht auffällt, dem Gesamteindruck und der sonst so tollen Atmosphäre aber ein wenig schadet.

Mal abgesehen von den Leaderboards, darf mittlerweile mehr mit der Community geteilt werden, als die bloße Bestleistung in Zahlen. Auf simplen Knopfdurck erstellen wir eigene Time-Trials und teilen diese oder probieren die Laufrouten von anderen Spielern aus. Ein Besuch von Freunden im eigenen Unterschlupf soll auch möglich sein, wofür wir uns durch eifriges Durchkämmen der Oberwelt sogar ein individuelles Erscheinungsbild zulegen oder die heimischen vier Wände mit gehackten Werbebannern ausschmücken.

Mirror's Edge Catalyst (8)

Fazit: Mirror’s Edge Catalyst ist erstaunlicherweise genau das Spiel, das ich mir als Nachfolger für die waghalsige Parcours-Action des ersten Ablegers gewünscht habe. Und vielleicht sogar noch ein klein wenig mehr. In Anbetracht der offenen Spielwelt war ich wirklich mehr als skeptisch, wie gut Fortbewegung und Leveldesign dabei noch funktionieren können, wurde im Praxistest aber schnell eines Besseren belehrt. Die Karte ist erstaunlich groß, gespickt mit allerlei spaßigen Aufgaben und vergisst dabei auch nicht die Glaubwürdigkeit. Apropos, auf die Story wollte ich gar nicht groß eingehen, die Beta schneidet sie ohnehin nur kurz an, aber das bisher gezeigte Material kann sich in der Tat sehen lassen. Zwar darf hier kein Blockbuster im Stil von Quantum Break erwartet werden, aber mit dem Auftreten etlicher Runner-Kollegen, einer Faith, die viel Charisma versprüht und einem Plot, der hoffentlich die ein oder andere Wendung parat hält, schlägt Catalyst seinen Vorgänger bereits in der geschlossenen Beta um Längen. Die Steuerung ist präzise wie eh und je und bisher lassen sich alle Neuerungen der Kategorie Sinnvoll zuordnen. Bleibt also fast nur noch abzuwarten, wie es um die dauerhafte Motivation und die Story im Komplettpaket steht. Ich bin da allerdings sehr guter Dinge und kann den Release kaum noch abwarten. Lauf, Faith, Lauf. Direkt in meine Arme. Ich hab dich doch so sehr vermisst!


Text und Bildmaterial basieren auf der Xbox One-Version der geschlossenen Beta zu Mirror’s Edge Catalyst.

Dennis

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Games-Magger Dennis findet gerne mal die Nadel im Heuhaufen und legt sie dann auf die Goldwaage. Wahre Liebe darf auch kritisieren.
Heimisch auf Xbox One und Nintendo 3DS.
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