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Air Conflicts: Pacific Carriers im Test

Air Conflicts: Pacific Carriers setzt die bekannte Flugzeug-Reihe im Pazifik fort. Zur Wahl stehen zwei Kampagnen: Entweder bestreitet ihr auf Seiten der US Navy oder der Kaiserlich Japanischen Marine zahlreiche Luftkämpfe an berüchtigten Schauplätzen. Ob „Pacific Carriers“ im Dschungel der vielen Flugzeug-Simulationen mithalten kann oder schnell der Treibstoff ausgeht verrät unser Test.

Wer sich für eine Kampagne entschieden hat wird nach einer optisch schicken, aber erzählerisch eher lahmen Zwischensequenz in die Luft geschickt. Wir nehmen an großen Schlachten wie Pearl Harbor oder Wake Island teil, die auf zahlreiche Missionen ausgelagert werden und im Verlauf des Spiels versuchen genügend Abwechslung einzustreuen – was leider nicht immer gelingt. 13 originalgetreue Flugzeuge stehen uns insgesamt zur Verfügung, nicht gerade eine überwältigende Anzahl, dafür deckt das Repertoire Bomber, Torpedojäger sowie konventionelle Maschinen mit Maschinengewehr-Geschütz ab.

Die Aufgaben eines Piloten sind für Kenner des Genres allseits bekannt und werden auch in „Pacific Carriers“ nacheinander abgearbeitet. Wir schalten Kriegsschiffe aus (was ganz schön lange dauern kann!), bombardieren Hangars, stoppen Fahrzeuge aus der Luft und schießen natürlich im Dutzend feindliche Flugzeuge vom Himmel. Dank der präzisen Steuerung, selbst mittels Gamepad, funktioniert das auch stets so, wie gewünscht. Die Dogfights spielen sich aufgrund der soliden KI flott ab und erfordert geschicktes Manövrieren. Wirklich anspruchsvoll sind sie aber erst später oder auf einem höheren Schwierigkeitsgrad, denn wir starten die Missionen mit einer ganzen Staffel von Fliegern. Soll heißen: sollten wir einmal abgeschossen werden, können wir immer noch unsere anderen Flugzeuge besetzen. Nicht nur, wenn wir sterben wechseln wir die Maschine, auch die Munition geht schnell zur Neige und zwingt uns zu einem Flugzeugwechsel, etwa wenn wir einen Bomber steuern, der meist nur zwei Raketen mit an Bord hat.

Abwechslung bringt nach dem Geballer in der Luft die Möglichkeit zur Kontrolle eines Schlachtschiffes. So können wir dank Fernglas den Horizont nach Feinden und neuen Missionen absuchen oder aber wir klemmen uns selber hinter das Geschütz des Kreuzers und wehren feindliche Angriffe ab.

Hinsichtlich der Technik dürfen wir keinen Augenschmaus, aber auch keinen Augenkrebs bescheinigen. Für einen Flugzeug-Titel mit seinen großen Schlachtfeldern und weitläufigen Arealen erfüllt die Engine durchaus ihren Zweck: schick nachgebaute Flieger, sogar eine Cockpit-Perspektive, nette Effekte und zeitweise solide Bodentexturen bilden einen oberflächlich stimmigen Gesamteindruck. Weitaus nervigen sind aber die kleineren Fehler, wie etwa die Tatsache, dass wir durch Objekte wie Bäume oder Antennen hindurch fliegen können, ohne dass wir Schaden nehmen. Ein Force-Feedback-Effekt bekommen wir zwar zu spüren, das war es dann aber auch schon. Bei näherem Betrachten fallen dann auch die teils schwachen Texturen am Boden und aufploppende Objekte in der Ferne auf – eine Kinderkrankheit der aktuellen Konsolengeneration.

Fazit:

Eine richtige Simulation ist „Air Conflicts: Pacific Carriers“ nicht, dazu fliegen sich die Flugzeuge zu ähnlich und zu einfach. So ist etwa die gezielte Benutzung des Seitenruder nicht möglich. Allgemein fällt das Flugverhalten eher actionlastig und eingängig aus, was uns im Test aber nicht sonderlich negativ aufgestoßen ist. IL2-Liebhaber werden sowieso einen großen Bogen um den Titel machen, Arcade-Spieler dürfen schon eher zugreifen.

Wertung:

Befriedigend

Markus

Markus

Chefredakteur bei Markus Biering Verlag
Chefredakteur, Inhaber MB Verlag, erster Ansprechpartner und Gründer von Games-Mag
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