Rain World bei uns im Test

Hart, Härter, Rain World. Ja das Spiel von Entwickler Videocult ist schwierig, aber das allein reicht nicht. Wir haben uns das ganze mal genauer angesehen.

Im Test die PlayStation 4 Version. 

Was ist Rain World?

Ich würde dieses Spiel in das berüchtigte Metoridvania-Genre einordnen. Um euch direkt mal das wohl häufigste Feature des Spiels vorwegzunehmen: es ist der Deathscreen, aber dazu später mehr. Im Prinzip handelt es sich hier um eine Mischung aus 2D-Plattformer, Survival- und Entdeckungsspiel. Das Spiel ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis und benötigt auch gar keinen Mehrspieler, zumindest sehe ich keine logische Möglichkeit.

Gary come Home

Die Geschichte des Spiels ist im Grunde ganz simpel (und hat mich aus irgendwelchen Gründen immer an eine Folge einer gewissen Kinderserie eines Schwammes erinnert): Ihr schlüpft in die Haut der Slugcat, einem namenlosen Lebenswesen das eine Kreuzung zwischen Katze und Schnecke darstellen soll. Aus Gründen habe ich zu Beginn des Spiels entschieden diese Schnecke Gary zu nennen, also werde ich das für diesen Test einfach mal beibehalten. Gary wird zu Beginn des Spiels von ihrer/seiner Familie getrennt und natürlich will er da schnellstmöglich wieder hin. Soweit so gut, wäre da nur nicht immer dieser nervige Regen, die ganzen überlegenen Gegner und der eigene Hunger. An sich war es das auch schon mit der Handlung. Was die Einführung ins Spiel angeht, ist es recht rudimentär. Ihr bekommt ein winziges „Tutotrial“ und danach dürft ihr auch schon anfangen, um nicht zu sagen die Orientierung komplett verlieren. Achja ihr wisst weder wo ihr seid, noch wo ihr hin müsst… beste Voraussetzungen um wieder zurückzufinden.

Spielerisch mehr als anspruchsvoll

Schnelligkeit und Sprünge sind nicht gerade die Fähigkeiten der Slugcat, dafür kann sie äußerst gut dünne Stangen sowie Lianen hochklettern und sich durch enge Rohre quetschen. Ihr wollt natürlich dem Regen entrinnen,  dieser befördert euch nämlich gleich zur letzten sicheren Kammer zurück und setzt auch euren Fortschritt damit zurück. Habt ihr erst mal eine sichere Kammer erreicht, so müsst ihr überwintern und dazu braucht ihr natürlich Nahrungsvorräte. Nahrung erhaltet ihr meistens indem ihr Fledermäuse fangt und esst, oder aber seltenere Beeren findet. Ihr könnt euch auch überfressen, dann startet ihr direkt mit Reserven den nächsten Tag.

Das Spiel hat einen immensen Schwierigkeitsgrad und kann durchaus auch frusten. Den Frust macht das Spiel wieder durch seine liebevolle Gestaltung und Atmosphäre wett. Obacht gilt auch den Gegnern, da ihr euch nicht wirklich wehren könnt gilt es diesen auszuweichen und sie auszutricksen.. oder sie löschen sich gegenseitig aus, denn auch sie wollen nur überleben, zur Not fressen sie da auch Artgenossen. Besonders wichtig ist zu wissen, dass die Gegner euch in andere Gebiete folgen können. Stellt ihr eine Geräuschveränderung fest, so solltet ihr vorsichtig sein, denn das kann Gegner ankündigen.

Mühsam ernährt sich die Katzenschnecke

Neben dem reinen Überleben hat das Überwintern noch andere Funktionen. Überwintert ihr verändert sich die Spielwelt etwas. So öffnet sich beispielsweise irgendwo ein Tor und ihr könnt in neue Gebiete vordringen. Der Vorteil davon ist, dass es immer neues zu entdecken gibt und ihr eingeladen werdet die Welt zu erkunden. Aber ihr müsst euch darauf einlassen, es kann wirklich sehr viel Zeit in Anspruch nehmen bis ihr begreift was genau ihr machen könnt und was und wo es etwas bewirkt.

Fazit:

Ich muss zugeben, dass Rain World mir zwar auch Spaß gemacht hat, aber mich nicht wirklich fesseln oder zu 100% überzeugen konnte. Das Spiel lädt zum Erkunden ein, aber andererseits macht euch der Schwierigkeitsgrad das Ganze nicht wirklich einfach. Ein schönes Spiel ist Rain World auf jeden Fall, aber nichts was sich mal eben durchspielen lässt. Empfehlen würde ich das Game jedem, der nach einer Herausforderung sucht und den Stil ansprechend findet.

70%
Awesome
  • Gesamtwertung 70%

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